Prozess

Verfahren gegen KZ-Wachmann nach Tod eingestellt


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Mikrofone und Kopfhörer auf einem Tisch in einem Gerichtssaal.

Das Ermittlungsverfahren gegen einen ehemaligen Wachmann des Konzentrationslagers Ravensbrück ist nach dem Tod des 99-Jährigen eingestellt worden. Der Beschuldigte soll zwischen 1943 und 1945 zur Wachmannschaft des Konzentrationslagers (KZ) gehört haben, wie die Staatsanwaltschaft Coburg am Dienstag mitteilte. "Er stand im Verdacht der Beihilfe zum Mord. Eine genaue Fallanzahl konnte bislang nicht beziffert werden."

Nachdem der hochbetagte Senior inzwischen gestorben ist, wurde das Ermittlungsverfahren beendet.

Das KZ Ravensbrück war das größte Konzentrationslager der Nationalsozialisten für Frauen. Dem Komplex wurden später auch ein kleines Männerlager sowie ein Jugendkonzentrationslager angegliedert. Das Frauen-KZ wurde im Jahr 1939 in Ravensburg bei Fürstenberg an der Havel in Brandenburg errichtet.