"Internationales Klimathermometer"

Umweltforschungsstation auf der Zugspitze wird erweitert


Das Gipfelkreuz auf der Zugspitze. Der Berg ist mit 2962 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Deutschlands.

Das Gipfelkreuz auf der Zugspitze. Der Berg ist mit 2962 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Deutschlands.

Von Redaktion idowa

Deutschlands höchste Umweltforschungsstation, das Schneefernerhaus auf der Zugspitze, soll erweitert werden. Sie solle zu einem "internationalen Klimathermometer" ausgebaut werden, kündigte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Freitag anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Station an.

"Wir müssen den Klimawandel verstehen, um die richtigen Maßnahmen zu ergreifen", sagte der Minister. "Unabhängige Klimaforschung ist elementar wichtig." Die Umweltforschungsstation spiele dabei eine besondere Rolle. In den Alpen sehe man den Klimawandel wie unter einem Brennglas. "Die Alpen sind damit ein Mikro-Labor zur Erforschung des Klimawandels und seiner Auswirkungen auf Mensch und Natur."

Observatorium in Europa einzigartig

Seit 2005 hat die Staatsregierung die Station mit gut zehn Millionen Euro gefördert. Für die Realisierung von Forschungs- und Infrastrukturprojekten seien weitere 3,3 Millionen Euro im Doppelhaushalt 2019/2020 vorgesehen. Das Observatorium sei in Europa einzigartig, deshalb sei auch die EU gefordert. Der Freistaat werde sich in Brüssel für neue Mittel einsetzen.

In den Alpen ist der Klimawandel besonders stark messbar. Die Temperaturen stiegen dort in den vergangenen rund 100 Jahren mit zwei Grad doppelt so stark gestiegen wie im globalen Durchschnitt.