Tischtennis-Bundesliga

Streit eskaliert: TTC Neu-Ulm zieht Bundesliga-Team zurück

Mit Stars wie Dimitrij Ovtcharov will sich der TTC Neu-Ulm künftig ganz auf die Champions League konzentrieren. Aus der Bundesliga zieht sich der Club zurück. Ein großer Streit ist dadurch eskaliert.


sized

Das Tischtennis-Team des TTC Neu-Ulm jubelt während der Siegerehrung mit dem Pokal.

Der TTC Neu-Ulm zieht sich nach nur vier Jahren aus der Tischtennis-Bundesliga zurück und will sich mit Stars wie Dimitrij Ovtcharov künftig allein auf die Champions League konzentrieren. Das gab der Club am Donnerstag in einer Pressemitteilung und in einem Schreiben an den Ligaverband TTBL bekannt.

Die Neu-Ulmer stellten kurz dem Ablauf der Frist keinen Antrag für eine Bundesliga-Lizenz in der nächsten Saison und eskalierten einen Streit mit der TTBL und mit dem deutschen Meister Borussia Düsseldorf durch diesen Schritt noch weiter.

"Wir bedauern es sehr, dass der Verein keine Bundesliga-Lizenz mehr beantragen will", sagte Liga-Geschäftsführer Nico Stehle der Deutschen Presse-Agentur. "Der Verein hat aber schon mehrfach gezeigt, dass es ihm gar nicht um die Liga geht. Er respektiert die Liga auch nicht als Institution, die ihre Regeln schützt."

Der Pokalsieger und Champions-League-Halbfinalist Neu-Ulm legte dagegen Protest vor einem Schiedsgericht ein, rechnet mit einem Urteil aber erst in sechs bis acht Wochen. "Die beiden Spieler können und wollen aber nicht zwei oder drei Monate warten bis zu einer Entscheidung des Schiedsgerichtes, ob sie weiterhin spielen dürfen", heißt es in der Mitteilung des Pokalsiegers. In der Champions League gilt die Sperre jedoch nicht. Dort setzen die Ulmer als Club auch wie schon in den beiden vergangenen Jahren auf eine Wildcard des europäischen Verbands ETTU.