Verkehr

Söder stellt Konzept für Lkw-Straßensperren im Inntal vor


Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Von dpa

Nächster Schritt im Dauerstreit zwischen Bayern und Tirol um die Lkw-Blockabfertigungen auf österreichischer Seite: Nun reagiert der Freistaat mit Gegenmaßnahmen. Am Kern des Problems ändert das nichts.

Bayern macht ernst: Wie angekündigt sollen künftig an Tagen mit Lkw-Blockabfertigung in Tirol Straßen im Freistaat für den überregionalen Lastwagenverkehr gesperrt werden. Die neue Beschilderung und die Details zum Kontrollkonzept wollen Ministerpräsident Markus Söder, Verkehrsminister Christian Bernreiter, der Rosenheimer Landrat Otto Lederer (alle CSU) und Polizeivizepräsident Frank Hellwig vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd heute direkt an der Autobahn 8 vorstellen.

Dem Vernehmen nach könnten die Straßensperrungen bereits am kommenden Montag erstmals in Kraft gesetzt werden - weil dann das nächste Mal eine Lkw-Blockabfertigung an der Grenze zu Tirol angekündigt ist. An solchen Tagen werden laut Ministerium zukünftig Straßen im Inntal nach den Autobahnabfahrten für den Lkw-Transitverkehr gesperrt.

Anlass für den bayerischen Schritt ist der seit Jahren schwelende Streit zwischen Bayern und Tirol um das Verkehrsmanagement. Um die zum Brenner führende Inntalautobahn zu entlasten, hat das österreichische Bundesland in diesem Jahr an mehreren Dutzend Tagen die Einreise für Lastwagen beschränkt - am Grenzübergang Kufstein/Kiefersfelden dürfen dann pro Stunde höchstens etwa 300 aus Deutschland kommende Lkw einreisen. Gegebenenfalls wird der Schwerverkehr auch völlig zum Erliegen gebracht. Dies führt regelmäßig zu Staus bis ins Münchner Umland - und zu teilweise chaotischen Zuständen in Gemeinden entlang der Autobahn. Dem will der Freistaat nun mit den eigenen Lkw-Straßensperren entgegenwirken.