Neuzugang im Porträt

Serena Bruin: Über Texas und Lappland zu den Roten Raben Vilsiburg

Als Mädchen hatte Serena Bruin eigentlich eine ganz andere Sportkarriere ins Auge gefasst. Sie spielte Basketball. Doch irgendwann zwang sie ihre Mutter, zum Volleyball zu gehen. Und Serena begann es zu lieben.


Mama sei Dank: Als Mädchen träumte Serena Bruin von einer Basketball-Karriere in den USA - ihre Mutter hatte aber andere Pläne für sie. "Ich begann, Volleyball immer mehr zu lieben", sagt die 25-Jährige.

Mama sei Dank: Als Mädchen träumte Serena Bruin von einer Basketball-Karriere in den USA - ihre Mutter hatte aber andere Pläne für sie. "Ich begann, Volleyball immer mehr zu lieben", sagt die 25-Jährige.

Als Mädchen hatte Serena Bruin eigentlich eine ganz andere Sportkarriere ins Auge gefasst. Sie spielte Basketball, hatte Spaß dabei und wähnte sich schon eines Tages als Profi in der WNBA, der nordamerikanischen Profiliga für Frauen. Doch im Alter von zwölf Jahren trat eine andere Sportart ins Leben der heute 25-Jährigen aus Fort Hood, Texas - und zwar damals durchaus gegen den Willen des US-Girls: "Meine Mutter", erinnert sich Serena Bruin heute mit einem Schmunzeln, "zwang mich, zum Volleyball zu gehen. Ich wollte da anfangs wirklich nicht hin, aber dann begann ich es immer mehr zu lieben - die Idee dieses Sports, die Technik, die Taktik, die Leute."

Tja, und die Geschichte entwickelte sich gut: Mittlerweile ist Serena Bruin Volleyball-Profi und in diesem Sommer zu den Roten Raben gewechselt. Die Sache mit dem unfreiwilligen Start sehen Tochter und Mutter längst absolut entspannt. "Immer wenn wir daran denken", erzählt die Neu-Vilsbiburgerin, "müssen wir beide lachen. Heute kann ich nur sagen: Danke, Mom!"

Die 1,88 Meter große Mittelblockerin war zunächst vier Jahre an der Oregon State University aktiv, bevor sie 2022 den Sprung nach Europa wagte. Es war nicht gerade das klassische Ziel, das Serena ansteuerte - sie ging in die finnische Liga zu Arctic Volley, was sich ziemlich kühl anhört und im Winter auch war. Das Team ist in Rovaniemi angesiedelt, der Hauptstadt von Lappland, der offiziellen Heimat des Weihnachtsmannes.

Serena Bruin hat dort eine in jeder Hinsicht interessante Saison verbracht, ehe sie nun den nächsten volleyballerischen Schritt macht: "Es war mein großer Traum, in die starke deutsche Bundesliga zu kommen. Als ich hörte, dass die Raben eine Mittelblockerin suchen, war ich erst total aufgeregt - jetzt bin ich hier und superglücklich!"

Volleyball nimmt - der tatkräftigen Mama sei dank - eine zentrale Rolle im Leben von Bruin ein, aber es gibt noch eine Reihe anderer Dinge, für die sie sich interessiert. "Ich liebe es zu backen, zu kochen und zu lesen", sagt sie. "Und ich reise sehr gerne." Als nächstes Ziel hat sie Wien ins Visier genommen.

Auch das Online-Shopping macht der Amerikanerin Spaß - "a little bit", merkt Serena Bruin an. Mit Daumen und Zeigefinger beschreibt sie einen kleinen Spalt, um zu zeigen, wie winzig dieses "bisschen" sei. Dann hält sie kurz inne - und bricht im nächsten Moment in schallendes Lachen aus.