Tore im Minutentakt

Sieben-Tore-Drittel entscheidet nächstes Oberpfalzderby in Weiden


Ein weiteres Mal zeigte der EVR all seine Offensivpower und netzte gleich neunmal.

Ein weiteres Mal zeigte der EVR all seine Offensivpower und netzte gleich neunmal.

Von Felix Hüsch

Das dritte Oberpfalzderby der Saison stand auf dem Programm, zum zweiten Mal waren die Blue Devils Weiden der Gastgeber und die 2485 Zuschauer in der nahezu ausverkauften Arena bekamen 13 Tore zu sehen, 7 davon allein im Mitteldrittel.

Beim EVR war Drews wieder mit an Bord, der nach dem letzten Spiel bei der U-20 B-WM in Wien am Samstag, nur einen Tag später genau recht kam, um Michael Welter zu ersetzen. Der brach sich nämlich im Freitagsspiel durch einen Pucktreffer einen Finger und fällt ca.6 Wochen aus. Die Weidener gingen durch ihre gute Serie, in den letzten 7 Partien mit 15 Punkten drittbeste Mannschaft, hoffnungsvoll in das Duell und entsprechend war auch der Andrang, was dazu führte, dass der Anpfiff gut 10 Minuten nach hinten geschoben wurde.

Als erstes durften aber die gut 800 EVR-Fans jubeln. In der 3.Minute überraschte Smith aus halbrechter Position Fabian Hönkhaus mit einem platzierten Schuss, gegen Huber blieb er kurz darauf aber Sieger. Dann kamen die Hausherren besser ins Spiel, sie schafften es zwar nicht in 30 Sekunden mit zwei Mann mehr den Ausgleich zu erzielen, aber als Trew wieder auf dem Eis war, kam Ketterer doch zum 1:1. Die Blue Devils blieben am Drücker und drehten durch Wiecki keine drei Minuten später das Ergebnis zu ihren Gunsten. Die Regensburger reagierten aber wie ein Spitzenreiter und Stiefenhofer konnte noch vor der Pause egalisieren.

Dann folgte das entscheidende Drittel. Tore fielen fast im Minutentakt, denn Weiden steckte nie auf und stürmte munter nach vorn. Gegen die Offensivpower des EVR reichte es an diesem Abend aber einfach nicht. Schon 32 Sekunden nach Wiederanpfiff hämmerte Flache den Puck zum 3:2 in die Maschen. 52 Sekunden später ließ Gajovsky in seiner unnachahmlichen Art alle Gegner inklusive Goalie Hönkhaus alt aussehen. Doch die Gastgeber steckten nicht auf. Beim nächsten Angriff konnte Dunlop nur per Foul den Alleingang von Waldowsky verhindern und den berechtigten Penalty verwandelte der Stürmer souverän. Die Freude währte diesmal ganze 47 Sekunden, dann zirkelte Stähle die Scheibe genau in den Winkel und als in der 28.Minute Stiefenhofer den Torwart überlistete war bei 6:3 eigentlich die Messe schon gelesen.

EVW Coach Berwanger versuchte in einer Auszeit wieder Ordnung ins Spiel seiner Jungs zu bringen. Die sendeten in der 30.Minute auch mal wieder ein Lebenszeichen, doch Laliberte scheiterte an Ower. Es blieb bei einem kurzen Strohfeuer, auch weil Hönkhaus an diesem Abend seine gewohnte Sicherheit mehrmals vermissen ließ. So kassierte er das 3:7 von Stöber durch die Schoner. Dass musste dann auch sein Gegenüber verkraften, doch beim 4:7 von Wiecki war ihm komplett die Sicht versperrt.

Er ließ sich dadurch definitiv nicht aus der Ruhe bringen, denn gegen den freien Waldowsky reagierte er schnell und brachte somit den drei Tore Vorsprung in die Kabine. Weiden probierte zwar auch in den letzten 20 Minuten alles, um noch ranzukommen, doch die Defensive stand sattelfest und vorn setzten erst Stöber und dann Komnik, mit seinem ersten Saisontor, noch zwei drauf. Nach 15 Siegen in Folge und 22 Punkten Vorsprung heißt es nun für kommenden Samstag, 26.12. 18 Uhr, der Nächste bitte. Dann kommen die Tölzer Löwen nach Regensburg, mal schauen ob die ein Wundermittel dabei haben, mit dem sie den EVR bekämpfen können.