Furth im Wald

Flabeg FE drohen offensichtlich Entlassungen +++ Update +++


Getrübte Stimmung an der Glaserstraße: Hinter der Zukunft des Solar-Unternehmens Flabeg FE GmbH scheint ein großes Fragezeichen zu stehen.

Getrübte Stimmung an der Glaserstraße: Hinter der Zukunft des Solar-Unternehmens Flabeg FE GmbH scheint ein großes Fragezeichen zu stehen.

Den Further Flabeg-Mitarbeitern stehen offensichtlich schwere Tage bevor. Nach Informationen der Chamer Zeitung soll der Solarzweig eines der größten Arbeitgeber der Grenzstadt in wirtschaftliche Schieflage geraten sein. Dies sei den Mitarbeitern im Rahmen einer außerordentlichen Versammlung in dieser Woche mitgeteilt worden, wie mehrere Quellen der Chamer Zeitung bestätigt haben.
Der Grund für die erneute Misere sind offensichtlich ausbleibende Großaufträge. Dies habe zur Folge, dass eine größere Anzahl von Arbeitsplätzen - die Rede ist von rund 80 - auf der Kippe stehe. Ob und gegebenenfalls wie viele von diesen durch das Schwesterunternehmen FLABEG Deutschland GmbH, das sich auf demselben Werkgelände befindet, aufgefangen werden können, scheint derzeit noch nicht festzustehen.
Die Geschäftsleitung der Flabeg FE GmbH war am Donnerstag weder telefonisch noch per E-Mail für eine Stellungnahme zu erreichen. Jedoch war aus Mitarbeiterkreisen zu erfahren, dass für kommende Woche ein Pressestatement vorbereitet werden soll. +++ Update +++ Am Freitagvormittag teilte die Geschäftsleitung auf erneute Nachfrage der Chamer Zeitung mit, dass sie zu diesem Zeitpunkt diesbezüglich keine Fragen beantworten will. Sie verwies auf eine Pressekonferenz, die für Montagnachmittag um 14 Uhr angesetzt ist. "Dort wird die Situation des Unternehmens dargestellt und die weitere Vorgehensweise erläutert", so Geschäftsführer Manfred Bauer.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Flabeg-Mitarbeiter zittern müssen. Vor knapp vier Jahren stand das Unternehmen bereits vor dem Aus. Die Flabeg GmbH hatte im April 2013 Insolvenz angemeldet. Schon damals bereitete die schlechte Entwicklung in der Solar-Sparte, eine Folge der weltweiten Wirtschaftskrise, Probleme. Das Ergebnis war die Aufsplittung des Further FLABEG-Werkes in zwei separate Unternehmen: den automotiven Bereich Flabeg Deutschland GmbH und den Solarbereich Flabeg FE GmbH, den ein arabischer Investor rettete.
Im Sommer 2015 hatte Manfred Bauer die Geschäftsleitung des Solar-Unternehmens von Franz Reimer übernommen, der bis dahin 14 Jahre an der Spitze des Further Traditionsunternehmens, das auf eine über 130-jährige Geschichte zurückblicken kann, stand. Ende 2015 konnte dann ein Großauftrag an Land gezogen werden. Die Produktion von Planspiegeln für ein großes Solarfeld in Marokko sicherte die Arbeit über Monate.