Waffenbrunn/Regensburg 36-Jähriger stach auf Zimmernachbarin ein

Ein 36-Jähriger muss sich in Regensburg für versuchten Mord verantworten. Foto: dpa - Symbolbild

Seit Montag muss sich ein 36 Jahre alter Asylbewerber aus dem Irak vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Regensburg unter Vorsitz von Richter Denis Biermann wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Da er an einer paranoiden Schizophrenie leidet und zu erwarten ist, dass er infolge seines Zustandes weitere erhebliche rechtswidrige Taten begeht, strebt die Staatsanwaltschaft seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Der Beschuldigte kam im Jahr 2014 über die Türkei und Griechenland nach Deutschland und lebte vom Januar bis zu seiner Festnahme am 20. Juni vergangenen Jahres in der Asylbewerberunterkunft in der Pfarrer-Waldhier-Straße in Waffenbrunn. Etwa seit dem Frühjahr machte er seiner fast 20 Jahre älteren Zimmernachbarin Liebeserklärungen und Heiratsanträge. Diese lehnte jedoch seine Avancen unmissverständlich ab. Als sein Verhalten immer aufdringlicher wurde brach sie schließlich jeglichen Kontakt zu ihm ab.

Am Vormittag des Tattages konnte der Beschuldigte durch den Türspalt beobachten, wie seine Angebetete nur mit einem Bademantel bekleidet über den Flur in Richtung ihres Zimmers ging. Er griff sich ein Messer mit einer zirka 20,5 Zentimeter langen und dreieinhalb Zentimeter breiten, nach vorne spitz zulaufenden Klinge.

Über einen Dolmetscher und seinen Verteidiger Mathias Klose ließ der Beschuldigte nach Verlesen der Antragsschrift erklären, dass der von der Staatsanwaltschaft vorgetragene Sachverhalt richtig ist. Er wollte die Geschädigte aber nicht töten, sondern nur verletzen. Auch habe er die Tat letztendlich freiwillig aufgegeben.

Der Prozess wird fortgesetzt.

 
 

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