Rio+20 Turnschuh aus Müll

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Textilarbeiter in Kambodscha streiken nach einem Streit um ihren Mindestlohn. Auf einem Treffen "Rio+20" in Brasilien vom 20. bis 22. Juni geht es um nachhaltige Entwicklung und um faire Löhne und Arbeitsbedingungen für Arbeiter in Billiglohnländern. (Foto: EPA/MAK REMISSA , dpa) (Quelle: Unbekannt)

Frankfurt. (dpa) Ein cooler Turnschuh aus Müll - damit macht Puma seit ein paar Monaten Werbung. Anstelle von Wildleder besteht der Schuh aus wiederverwendetem Abfall-Polyester. Die Sohle enthält Gummi und Reishülsen. Und weil der Treter besonders leicht ist, wird beim Transport auch noch Energie gespart. Ein gutes Produkt, wenn man ökobewusste Käufer oder vielleicht auch Veganer, die auf Leder verzichten, im Blick hat.

Ziel der Firma aus Herzogenaurach: das nachhaltigste Unternehmen der Branche werden. In einer Rangliste nachhaltiger Aktien hat sich Puma kürzlich schon auf Platz eins geschoben. Begründung: In einer Sparte, die besonders für Verstöße gegen Menschenrechte anfällig sei, habe Puma ein gutes System der Kontrolle eingeführt. Puma versucht zum Beispiel darauf zu achten, wie die Arbeitsbedingungen in Fabriken in Asien sind, wo oft minderjährige Kinder viele Stunden täglich unter schwersten Bedingungen schuften müssen.

Auf solche Fragen richtet sich jetzt auch wieder die Aufmerksamkeit vieler. In Brasilien treffen sich vom 20. bis 22. Juni hunderte Fachleute und Politiker zum Kongress "Rio+20". Es geht um nachhaltige Entwicklung und darum, nicht die Umwelt oder das Klima losgelöst im Blick zu haben, sondern auch die sozialen Faktoren. Damit sind zum Beispiel die Arbeitsbedingungen und -löhne gemeint. Ziel ist etwa, dass faire Löhne Arbeitern in Billiglohnländern Asiens etwa das Grundauskommen sichern. Noch ist dies nicht so.

Auch Puma zahlt nicht jedem Fall einen fairen Lohn, wie Reiner Seitz aus dem Vorstand der Firma im Interview mit der "Tageszeitung" einräumt: "Tatsächlich gibt es aktuelle Studien, die eine Lücke aufzeigen zwischen den Mindestlöhnen und einer sogenannten fairen Bezahlung der Beschäftigten", sagte er. Würde Puma die Löhne für Arbeiterinnen in Bangladesch aber stark erhöhen, könnte dies zu einer Preissteigerung von bis zu 30 Prozent führen, sagte er. Er fordert, dass gemeinsam mit anderen Firmen Lösungen gefunden werden. Auch die Käufer müssten hier mitziehen. In Rio sollen Grundlagen geschaffen werden. Umweltverbände sind allerdings skeptisch, wie viele Entscheidungen dort tatsächlich getroffen werden.

"Rio+20" heißt der Gipfel, weil es vor 20 Jahren, 1992, den berühmten "Erdgipfel" in Rio de Janeiro gab. Damals wurde das Thema Klimaschutz erstmals ins Rampenlicht gestellt. Es war auch die Geburtsstunde für viele wegweisende internationale Verabredungen zum Umweltschutz.

  1. Autor

    idowa
  2. Datum

    21.06.2012 11:29 Uhr
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