Der Prozess gegen den katholischen Ex-Priester, der wegen schwerem sexuellen Missbrauchs und einer Reihe von anderen Delikten angeklagt ist, wurde am Montag vor der Jugendkammer im Landgericht fortgesetzt. Am Montag gab es erneut Zeugenaussagen.

Die Anklageschrift belastet den 53-jährigen Ex-Priester damit, zwei Brüder im Zeitraum von 1996 bis 2003 in fast 90 Gelegenheiten sexuell missbraucht zu haben. Das Gericht befragte den Jüngeren der beiden Brüder, einen heute Mitte 20-Jährigen. Auf einer Pilgerreise im Jahr 1997 habe der Priester die Mutter des mutmaßlichen Opfers kennengelernt und zu ihr eine Freundschaft aufgebaut. Bald daraufhin sei der Angeklagte bei der Familie in Rheinland-Pfalz mit in die Wohnung eingezogen. Anfangs habe es noch keine Vorfälle gegeben, da war der 53-jährige Ex-Priester die ersten eineinhalb bis zwei Jahre lieb und nett, sagte der jüngere der Brüder aus. Danach habe es mit den Misshandlungen angefangen, in Form von Züchtigungsmaßnahmen wie dem Ziehen der Ohren oder Ohrfeigen und dann auch Hiebe auf den nackten Hintern. Sexuelle Übergriffe habe es erst später gegeben - hier schilderte der junge Mann Fälle von Manipulation an seinem Glied durch den Priester bis hin zu Analverkehr mit ihm.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 24. Januar 2018.