Moosburg Asylbewerber niedergestochen: Tatverdächtiger in U-Haft

Auf dieser Brücke über die Staatsstraße 2350 Richtung Bonau fand der Angriff statt. Foto: dc

Ein zunächst Unbekannter hat vergangenen Samstag einen 18-jährigen Somalier in Moosburg mit einem Messer attackiert und niedergestochen. Nun hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen.

Bei der Messerattacke erlitt der somalische Asylbewerber lebensbedrohliche Verletzungen und musste in einer nahegelegenen Klinik sofort notoperiert werden. Laut Informationen der Polizei ist sein Gesundheitszustand inzwischen stabil, Lebensgefahr besteht nicht mehr.

In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Landshut richtete die Kripo Erding nach der Tat eine Ermittlungsgruppe ein. Mehrere Zeugen meldeten sich bei der Polizei und beschrieben einen Mann, der sich nach der Messerattacke vom Tatort Richtung Innenstadt entfernte. Markant seien seine nackenlangen blonden Haare, die getragene Tarnhose mit schwarzen Flecken und eine Winterjacke mit Feldkapuze gewesen. 

Nach einem Presseaufruf erhielten die Ermittler einen Hinweis aus dem Landratsamt auf einen dort bekannten 22-jährigen eritreischen Bewohner aus einer Freisinger Asylbewerberunterkunft, auf den laut Polizei die Beschreibung der Zeugen passte. Beim Tatverdächtigen handelt es sich um einen seit 2014 in Deutschland lebenden Asylbewerber, der wegen zahlreicher Gewaltdelikte bereits polizeibekannt ist. Als die Polizeibeamten den 22-Jährigen befragten, ergaben sich weitere belastende Umstände, wegen derer die Staatsanwaltschaft Landshut einen Haftbefehl erließ. Nachdem der Tatverdächtige im Amtsgericht Erding vor einen Richter geführt wurde, sitzt er nun in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an. Hinweise auf ein fremdenfeindliches Motiv für die Tat haben sich bislang nicht bestätigt.

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