Haben verdeckte Ermittler den Drogendeal rechtswidrig provoziert? Oder war es für Valbona D. und ihren Lebensgefährten Arben J. ohnehin beschlossene Sache, ein knappes Kilogramm Kokain zu verkaufen - wenn nicht an den verdeckten Ermittler, den ihnen ein V-Mann vermittelt hatte, dann an eine x-beliebige andere Person?

Es ist kein Leichtes für die vierte Strafkammer des Landgerichts, auf diese Fragen eine Antwort zu finden, und doch entscheidend bei der Urteilsfindung. Und so waren die Plädoyers im Prozess gegen Valbona D. und Arben J. am Dienstag bereits gehalten worden, als Vorsitzender Richter Oliver Dopheide überraschend verkündete, dass ein weiterer Informant des Landeskriminalamts vor Gericht gehört werden soll. Wie berichtet, hatte die von Staatsanwältin Maria Offenbeck vertretene Anklage dem Paar vorsätzliches unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zur Last gelegt. Der Anklage zufolge hatten die 45-jährige Valbona D. und der 47-jährige Arben J. - beide geboren in Albanien - am 7. April gegen 18.30 Uhr "in bewusstem und gewolltem Zusammenwirken" einem verdeckten Ermittler des LKA auf dem Autobahnrastplatz Allershausen 990,46 Gramm Kokain zu einem Preis von 60.000 Euro verkauft.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 06. Dezember 2017.