Landkreis Cham Interview mit den Bierhoheiten

Es ist eine große Ehre und vor allem ein Riesenspaß - so könnte man die Begeisterung erklären, die die amtierenden Rhaner Bierhoheiten Bierkönigin Angelina Hofmann sowie die beiden Bierprinzessinnen Corinna Faltermeier und Yvonne Stenzel schon geschlagene drei Jahre fest im Sattel sitzen lässt. "Den Mädels macht das einen solchen Spaß, dass sie zweimal um eine Verlängerung gebeten haben", freut sich Stefanie Plößl von der Rhaner Brauerei. Doch jetzt ist es Zeit, einmal andere junge Frauen zum Zug kommen zu lassen. Der Rhanerbräu ruft daher zur kräftigen Teilnahme am neuen Wettbewerb um den Titel "Rhaner-Bierkönigin 2018/ 2019" auf. Wie ihr mitmachen könnt, findet ihr hier.

Interview mit den Bierhoheiten

Bierkönigin und Bierprinzessinnen des Rhanerbräu repräsentieren die Traditionsbrauerei in der Gemeinde Schönthal. Fesch soll sie sein, Bier als bayerisches Kulturgut bewerben und Festen nicht abgeneigt sein.

Aber was hängt alles an Verpflichtungen an diesem Job, wie kommen drei junge Frauen miteinander klar und was, wenn man mal keine Zeit hat, weil Schule und Studium oder familiäre Verpflichtungen vorgehen? Über diese und weitere Themen haben die derzeitigen und langjährigen Bierhoheiten Bierkönigin Angelina Hofmann und ihre beiden Prinzessinnen des Rhanerbräu – Yvonne Stenzel und Corinna Faltermeier – mit der Chamer Zeitung aus dem Nähkästchen geplaudert.

Die erste Frage richtet sich, wie sich das gehört, an die Bierkönigin vom Rhanerbräu. Angelina, Was war das Schönste an deinem Ehrenamt in den vergangenen drei Jahren als Bierhoheit?

Angelina: Das Schönste war auf jedem Fest gleich: Die Herzlichkeit, die dir immer wieder entgegengebracht wird. Man ist nie alleine und jeder schaut, dass es dir gut geht und es dir an nichts fehlt. Wenn dich dann noch kleine Kinderaugen anschauen und Kinder dich fragen, ob du denn in einem richtigen Schloss wohnst oder ob sie deine Krone mal aufsetzen dürfen, ist der Tag perfekt.

Corinna: Das Schönste war, die Mädels und die Familie Plößl kennenzulernen. Wir wurden sofort in die Familie aufgenommen.

Yvonne: Das ist wahr. Man ist überall mit offenen Armen und super herzlich willkommen und hat sich in der Rhanerbräu-Familie immer wie zu Hause gefühlt.

Das klingt ja wie ein Märchen. Wie habt ihr den Abend eurer Nominierung in Erinnerung?

Yvonne: Diesen Abend werde ich nie vergessen. Wir drei Mädels waren quasi ja schon Gewinner, spannend und aufregend war es trotzdem, da wir ja nicht wussten, wer die Königin werden wird.

Angelina: Ich war einerseits ruhiger als vor fünf Jahren, zugleich aber auch wahnsinnig aufgeregt, weil ich ja unbedingt zur Bierkönigin aufsteigen wollte. Als das Ergebnis verkündet wurde, war ich einfach nur überglücklich und erleichtert.

Stichwort: Zickenkrieg. Wie habt ihr das vermieden? Ihr wart ein tolles Trio.

Angelina: Dafür gab es bei uns keinen Anlass. Vielmehr waren die schönsten Tage die, an denen wir zu dritt unterwegs waren.

Corinna: Selbst wenn mal eine nicht konnte, etwa, weil sie gerade Prüfungsstress oder andere Verpflichtungen hatte, war klar (sie schmunzelt): Dann macht Angie das! Es gab eigentlich keinen Grund für Zickereien. Und falls es wirklich dazu gekommen wäre (jetzt lacht sie) hatten wir ja immer ein Bier zur Hand!

Yvonne: Wir waren uns immer einig. Die Gruppendynamik war großartig. Nicht umsonst haben wir verlängert.

Welche Aufgaben waren die größte Herausforderung?

Corinna: Mein erster Bieranstich auf dem Bockbierfest.

Angelina: Ich habe ein schlechtes Namensgedächtnis. Da hab ich aber dann alle geduzt oder gekonnt die Anrede umspielt und so hoffe ich, ist es niemandem aufgefallen.

Yvonne: Ich denke, die komplette Amtszeit ist eine Herausforderung, da man nicht weiß, was alles auf einen zukommt. Jedes Fest ist anders. Da kommen immer wieder Aktionen, welche man einfach mit Spontaneität und Humor meistert.

Was nehmt ihr aus dieser Zeit fürs Leben mit?

Corinna: Dass man nicht immer alles bierernst nehmen muss und ein Fest die Menschen verbindet. Angelina: So lange du ehrlich und freundlich bist, öffnen sich die Türen für dich.

Yvonne: Sehr viele schöne Erinnerungen an eine unvergessliche Zeit mit zwei wunderbaren Mädels und der liebenswerten Rhanerbräu-Familie. Was ich gelernt habe? Naja, Bier ist nicht gleich Bier!

Wie war der Tag der Krönung für euch, als der Friseur Hand an eure Frisuren gelegt hat und wie habt ihr euch gefühlt?

Corinna: Es war ein schönes Gefühl. Da die top Drei schon feststanden, war ich ziemlich gelassen. Ich wusste ja, dass ich auf jeden Fall mit einer Krone nach Hause gehen würde und eine tolle Zeit auf uns wartet.

Angelina: Corinna und Yvonne persönlich kennenzulernen war aufregend. Ich kannte sie bis dahin nur aus der Zeitung.

Yvonne: Für mich war es auch ein großartiges Gefühl.

Wie war es, als ihr erstmals Euer Dirndl präsentieren konntet?

Angelina: Wir bekamen ja zwei Dirndl. Wenn das auf dich angepasst wird und du es vor mehreren Menschen präsentierst, kommst du dir schon so ein bisschen vor wie ein Model.

Yvonne: Man hat nun endlich die zum Amt passende Kleidung in den schönen Farben vom Rhanerbräu. Ein besonderes Dirndl, das außer uns Dreien keine hat. Da fühlt man sich schon mächtig stolz und realisiert so langsam, wie wichtig diese Aufgabe tatsächlich ist.

Würdet ihr eurer besten Freundin raten, sich der Bierhoheiten-Challenge zu stellen, wenn sie noch unschlüssig ist, ob sie mitmachen will?

Corinna: Auf jeden Fall. Man erlebt wahnsinnig schöne Momente und hat immer das beste Bier zu Hause!

Angelina: Nicht umsonst habe ich meine Amtsperiode als Königin um ein Jahr verlängern lassen.

Yvonne: Ich würde es nicht nur meiner besten Freundin empfehlen, sondern allen Mädels da draußen. Es ist nicht einfach nur ein Dirndl, eine Schärpe und eine Krone. Nein, es ist eine großartige Erfahrung, die Jede unbedingt machen sollte.

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