Eigenes Unternehmen Mit einer App zum Erfolg

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Noch ist die Tür hinter Matthias Scherr (links) und Andreas Maier geschlossen. Doch in ihrem Businessplan steht`s geschrieben: Mit App-Access wollen sie sich die Türen zu mittelständischen Unternehmen und damit zu ihrem eigenen und zu deren Erfolg weit aufsperren. (Quelle: Unbekannt)

"Unser Schlüssel für Ihren Erfolg. Eine App." Mit diesem Slogan möchten sich die beiden 16-jährigen Gymnasiasten Andreas Maier und Matthias Scherr die Türen zu mittelständischen Unternehmen aufsperren. Die Schüler des Robert-Schuman-Gymnasiums in Cham haben sich vor wenigen Wochen selbstständig gemacht und ihre eigene Firma gegründet: App-Access. Sie bieten mittelständischen Unternehmen an, eine App für ihren Öffentlichkeitsauftritt zu erstellen, angefangen von der Konzeption, über die Entwicklung bis hin zur Betreuung.

Platz 1 bei Gründungsspiel

Die Idee, Apps zu entwickeln, schlummert schon lange in Andreas und Matthias. Bereits 2011 haben sie zusammen mit ihrem Team am Ideenwettbewerb der Hans-Lindner-Stiftung teilgenommen und den 5. Platz erreicht. Im Laufe des vergangenen Schuljahres feilten die jungen Gymnasiasten an ihre Geschäftsidee und reichten sie ein weiteres Mal bei dem Gründungsspiel ein. Der 1. Platz und der damit verbundene Geldpreis waren der Lohn für die Mühen.

"Im Laufe der Vorbereitungen für den Wettbewerb hat sich herauskristallisiert, dass aus der bloßen Theorie Praxis werden kann", erinnert sich Matthias zurück. Vor vier Monaten fasste er zusammen mit seinem Freund Andreas den Entschluss, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Viel Vorbereitungsarbeit sollte nun neben dem Schulalltag auf sie zukommen, sodass sie in den nächsten Wochen und Monaten nahezu jede freie Minute in das Projekt investierten.

Die meiste Zeit steckten die beiden in die Erstellung des Business-Plans. Auf 30 Seiten brachten sie ihre Geschäftsideen prägnant auf den Punkt. "Der Business-Plan zwingt einen, über alle eventuell auftretenden Fragen nachzudenken", blicken die Unternehmensgründer zurück. Der Vorteil dieser aufwändigen Arbeit: Man bekommt einen guten Überblick über das Unternehmen. Zu Beginn der Sommerferien dann ein weiterer bedeutender Schritt: Die Eröffnung eines eigenen Geschäftskontos.

Das Marktpotential ist da

Jetzt müssen Kontakte zu Firmen geknüpft und erste Kunden geworben werden, um dann über Referenzen und Empfehlungen an neue Aufträge zu kommen. "Das Marktpotential ist da", sind sich beide sicher. "Bei uns in der Region präsentieren sich die mittelständischen Unternehmen zwar fast alle auf einer Homepage, doch eine App haben bislang nur die Wenigsten." Deshalb sei momentan der ideale Zeitpunkt für die Unternehmensgründung, in ein oder zwei Jahren wäre der Markt eventuell schon gesättigt gewesen.

Andreas und Matthias möchten Unternehmer von ihrer Geschäftsidee überzeugen, da die Vorteile einer App im Vergleich zu einer Homepage für die Elftklässler buchstäblich auf, beziehungsweise in der Hand liegen: Die App, heruntergeladen auf ein Smartphone, habe man immer zur Hand, die Kundenbindung sei wesentlich enger als mit einer Homepage. Des Weiteren sei eine App der innovativere und elegantere Weg, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Ziel: monatlich ein Auftrag

Auf ihrer selbst erstellten Homepage www.app-access.de präsentieren Andreas und Matthias ihre Geschäftsidee. Zum Leistungsspektrum gehören sowohl die Konzeption und Entwicklung einer App als auch die langfristige Betreuung, sprich die fortwährende Aktualisierung der App. Dabei fasziniert die beiden, neben dem Programmieren, vor allem die Möglichkeit, Ideen zu entwickeln und viele Dinge zu vernetzen. Auf dem Weg in die Selbstständigkeit haben Matthias und Andreas gemerkt, dass Programmieren nicht alles ist: "Ein Unternehmer braucht vor allen Dingen Hartnäckigkeit, Ehrgeiz und Ideenreichtum!"

Hunderte von Stunden haben die Gymnasiasten inzwischen in das Projekt Selbstständigkeit investiert, jetzt möchten sie die Früchte ihrer Arbeit ernten. "Unser Ziel ist es, monatlich einen Auftrag zu bekommen. Mehr würden wir neben der Schule wohl kaum schaffen!", sagen zwei äußerst sympathische 16-jährige Jungunternehmer, denen dieser Erfolg wirklich zu wünschen ist.

Von Kerstin Weinzierl

  1. Autor

    idowa
  2. Datum

    04.09.2012 15:29 Uhr
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