Viele Aufgaben zahnmedizinischer Fachangestellter spielen sich im Mund der Patienten ab. Dass das in Ausnahmefällen auch mal ekelig sein kann, wissen Elena und Verena. Wie sie damit umgehen, erzählen sie im Interview.

Ihr habt nur Kolleginnen. Wünscht ihr euch manchmal Jungs?

Elena: Wir haben uns daran gewöhnt. Jungs sind in unserem Beruf sehr selten. An unserer Berufsschule gibt es einen im ersten Ausbildungsjahr.
Verena: Ich glaube, Jungs haben nicht so viel Feingefühl wie Mädels. Deshalb hätten sie in unserem Job vielleicht Probleme. Aber ich denke, wer zahnmedizinischer Fachangestellter werden will, sollte es einfach ausprobieren.

Könnt ihr euch bei Zahnproblemen selbst helfen?

Elena: Wir können vielleicht eine Art Diagnose stellen, müssen aber trotzdem zum Zahnarzt.
Verena: Aber einen Vorteil hat unser Job in diesem Punkt schon. Wenn wir irgendwelche Probleme haben, dann kann auch mal jemand hier in der Praxis kurz drauf schauen.

Wie putzt ihr eure Zähne?

Elena: Dadurch, dass sie unser Aushängeschild sind, achten wir natürlich stark auf die Zahnpflege. Ich selbst habe sogar einen regelrechten Putzfimmel. Ich könnte meine Zähne fast immer putzen, weil mir der Geschmack von Minze am liebsten ist. Aber ich reinige sie morgens und abends.
Verena: Genau, ich pflege sie auch zwei Mal am Tag. Und wir beide greifen neben Zahnbürste und Zahnpasta auch zu Zahnseide und Mundspülung.

Ihr seht an einem Arbeitstag viele Münder von innen. Wie fühlt sich das an?

Elena: Anfangs war das sehr befremdlich, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Leider gibt es manchmal auch Patienten, die nicht so sehr auf ihre Mundhygiene achten. Das kommt aber eher selten vor. Dann hilft es, sich den Mundschutz tiefer ins Gesicht zu ziehen.
Verena: Und wir sind da auch ehrlich und weisen die Person höflich darauf hin. Wir zeigen ihr dann auch, wie sie besser ihre Zähne pflegen kann.