Bedeutung: jemandem etwas Unwahres so glaubhaft erzählen, dass er darauf hereinfällt

Herkunft: Für die Entstehung dieser Redensart gibt es mehrere Erklärungen. Zunächst geht das Wort „Bär“ auf den alten Ausdruck „bar“ zurück, was „Last“ oder „Abgabe“ bedeutete. Früher haben Jagdgesellen als Pfand für ihre Zechschulden einen bar, also einen Bären an der Theke angebunden. Jemandem etwas aufbinden wurde bereits damals mit „Lügen“ gleichgesetzt. Aus der Kombination dieser beiden Ausdrücke entstand schließlich „jemandem einen Bären aufbinden“. Der Bär symbolisiert dabei die Schwere und die Last der Lüge, die so groß ist, dass die Lüge eigentlich offensichtlich ist. Darüber hinaus kann die Redewendung auch zwischen 1825 und 1832 in Wien entstanden sein. Dort wohnte zu dieser Zeit der Dichter Ignaz Castelli in der Bärenmühle auf der Wieden, im 4. Bezirk in Wien, wo er seine sogenannten „Wiener Bären“ verfasste. Dies waren gesammelte Anekdoten, voll von Prahlereien und Lügengeschichten, die rasch berühmt wurden.