Bedeutung: Planungen oder Berechnungen anstellen, die so nicht aufgehen können, sich naiven Wunschträumen oder Vorstellungen hingeben

Herkunft: Als Ursprung dieser Redewendung gilt die Fabel „La laitiere et la pot au lait“ (das Milchmädchen und der Milchtopf) des französischen Dichters Jean de la Fontaine aus dem Jahre 1678. Es wird die Geschichte einer jungen Bauernmagd erzählt, die sich auf dem Weg zum Markt ausmalt, was sie alles von dem Geld für ihre Milch kaufen würde. Erst wollte sie Hühner kaufen, dann die Eier verkaufen und davon ein Schwein erwerben, später dann eine Kuh und so weiter. Schließlich fällt ihr der Milchtopf auf den Boden und zerbricht – das war das Ende ihrer Wunschträume. Der Begriff wurde von mehreren deutschen Schriftstellern aufgegriffen und steht etwa seit dem 20. Jahrhundert für naive Rechnungen, die so nicht aufgehen können.