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Artikel vom 15. Januar 2013 14:32, 356 mal gelesen

Landshut Cannibals

Doppeltes Pech für Kannibale Roland Kaspitz

Autor: mm
Die Landshut Cannibals sind derzeit vom Verletzungspech verfolgt (Foto: Gerleigner).

Die Landshut Cannibals sind derzeit vom Verletzungspech verfolgt (Foto: Gerleigner).

Es gibt Tage an denen sollte man einfach besser im Bett bleiben - genauso einen erwischte Angreifer Roland Kaspitz am vergangenen Sonntag beim Auswärtsspiel seines Eishockey-Zweitligisten Landshut Cannibals bei den Bietigheim Steelers.

Dass die Partie beim Tabellenführer mit 2:3 verloren wurde, nachdem die Dreihelmenstädter eine der besten Leistungen der vergangenen Wochen zeigten, war zwar ärgerlich, wäre aber noch zu verschmerzen gewesen. Kaspitz erwischte es aber deutlich schlimmer. Der Österreicher wurde beim Versuch einen Schuss zu blocken, so unglücklich von der Scheibe getroffen, dass er sich den Mittelfuß brach. Der Center aber biss zunächst auf die Zähne und spielte nach einem kurzen Dialog mit Trainer Jiri Ehrenberger weiter, blieb kurz darauf an der Bande hängen und brach sich dabei auch noch gleich das Handgelenk - unglücklicher geht's wirklich nimmer. "Ich habe sicher auch ein bisschen Mitschuld, weil ich ihn nicht direkt vom Eis genommen habe", nahm sich Ehrenberger nach dem Verletzungsdoppelschock gleich selber mit in die Verantwortung. Zwar muss der Fußbruch nicht operiert werden, derzeit trägt Roland Kaspitz eine Schiene. Die Hand wurde eingegipst. Nun wird der Österreicher voraussichtlich sechs Wochen zusehen müssen.

Die schier unendliche Verletzungsgeschichte der Kannibalen in dieser Saison ist also um ein weiteres Kapitel reicher und hat auch Auswirkungen auf die möglichen Transferaktivitäten am Gutenbergweg. Eigentlich war geplant, noch einen Verteidiger zu holen, weil sich die Landshuter in Abwesenheit von Stephan Kronthaler und Heiko Smazal viel zu anfällig präsentierten. Doch da Jiri Ehrenberger am kommenden Wochenende wieder alle seine Defensivstrategen zur Verfügung stehen, könnte nach der Kaspitz-Verletzung jetzt ein Stürmer ins Visier rücken. "Das ist nun eine komplett neue Situation. Wir müssen den Spielermarkt jetzt natürlich deutlich breiter beobachten. Ob wir überhaupt noch etwas machen, müssen wir aber erst mit Rainer Beck besprechen", sagt der 57-jährige Kannibalen-Dompteur und hofft weiterhin inständig auf die Verpflichtung eines sechsten Ausländers - wo auch immer der dann eingesetzt wird. Will heißen: Nichts Genaues weiß man nicht !

Allerdings gab's von der Krankenstation auch positive Nachrichten. Martin Davidek reiste schon am Sonntag mit nach Bietigheim, und auch Cody Thornton kehrt am Freitag wieder in die Mannschaft zurück. Für Roland Kaspitz rückt Billy Trew auf die Center-Position. Neben ihm spielen in Schwenningen (Freitag) und gegen die Hannover Indians (Sonntag, 18 Uhr, Eisstadion am Gutenbergweg) Peter Abstreiter und Markus Welz.

"Durch die Verletzungen kennen wir uns alle so gut, dass diese Wechsel kein Problem sind", gibt sich der 39-jährige Billy Trew relativ entspannt und stellt viel lieber noch einmal den jüngsten spielerischen Aufwärtstrend der Rot-Weißen heraus. "Gegen Bietigheim haben wir unser bestes Match seit ewigen Zeiten abgeliefert. Jetzt müssen wir einfach genauso weitermachen", erklärt der Publikumsliebling im Brustton der Überzeugung.

Irgendwann wird das Glück dann auch wieder in die niederbayerische Bezirkshauptstadt zurückkehren. Viel mehr Pech als in den vergangenen Wochen können die Kannibalen ohnehin nicht mehr haben.


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