GFL Süd

Sang- und klanglos steigen die Straubing Spiders ab

Zwölf Spiele, zwölf Niederlagen: Die Straubing Spiders hatten in der Saisoon 2026 der GFL Süd nichts zu melden. Bei den Düsseldorf Panther verlieren die Gäubodenstädter zum Abschluss mit 12:42.

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Die Straubing Spiders um Jordan Pouncey (r.) steigen ohne einen einzigen Sieg aus der GFL Süd ab.

Die Straubing Spiders um Jordan Pouncey (r.) steigen ohne einen einzigen Sieg aus der GFL Süd ab.

Wahl-O-Mat
Von Redaktion Sport

Die Straubing Spiders steigen nach der Saison 2026 aus der höchsten deutschen Spielklasse ab. Im letzten Saisonspiel unterlagen die Niederbayern am Samstag bei den Düsseldorf Panther mit 12:42 und beenden die Hauptrunde damit mit einer Bilanz von 0:12. Als einziges Team der GFL blieb Straubing in dieser Saison ohne Sieg. Mit einem Punkteverhältnis von 206:480 steht der direkte Abstieg also fest.

Auch beim Saisonfinale in Düsseldorf zeigte sich das Bild einer schwierigen Spielzeit einmal mehr. Straubing hatte gute Phasen, erspielte sich Möglichkeiten und ging im ersten Viertel sogar in Führung. Über die gesamte Spielzeit waren die Panther jedoch effizienter und nutzten ihre Chancen. Düsseldorf beendete seine Hauptrunde mit einer ausgeglichenen Bilanz von 6:6.

Die Partie begann aus Straubinger Sicht durchaus vielversprechend. Nachdem die Defense den ersten langen Drive der Gastgeber stoppte, übernahm die Offense an der eigenen 43 Yard Linie.

Jordan Xavier Pouncey sorgte mit einem Lauf für Raumgewinn, anschließend fand Raleigh Benjamin Yeldell III zweimal Eloi Soler. Besonders der zweite Pass brachte mit 37 Yards einen großen Raumgewinn bis kurz vor die Endzone. Pouncey vollendete den Drive schließlich mit einem Lauf über drei Yards zum 6:0.

Erneut schwache Verwertung

Düsseldorf antwortete allerdings noch im ersten Viertel. Quarterback Dawson Herl fand Eritros Haggi über 16 Yards zum Touchdown und brachte die Panther mit dem erfolgreichen Extrapunkt erstmals mit 7:6 in Führung.

Auch im zweiten Viertel bewegte Straubing den Ball immer wieder über das Feld. Ein langer Pass auf Pouncey brachte die Spiders bis an die Düsseldorfer 11 Yard Linie, doch die Offense konnte die Ausgangsposition nicht in Punkte verwandeln. Der anschließende Field Goal Versuch verfehlte sein Ziel.

Düsseldorf machte es auf der anderen Seite effizienter. Herl vollendete einen langen Drive selbst mit einem Lauf über sieben Yards zum 14:6. Kurz vor der Halbzeit nutzten die Panther eine weitere Gelegenheit, als Herl James Okike über 25 Yards in der Endzone fand. Damit ging Düsseldorf mit einer 21:6-Führung in die Pause.

Für Straubing war gerade die fehlende Verwertung eigener Chancen erneut ein entscheidender Faktor. Die Spiders kamen im gesamten Spiel sechsmal in die Red Zone, konnten daraus jedoch nur zwei Touchdowns erzielen. Düsseldorf verwandelte vier seiner fünf Möglichkeiten innerhalb der gegnerischen 20 Yard Linie direkt in Touchdowns.

Nach der Halbzeit wurde es für die Spiders schwieriger. Eine Interception nach einem Passversuch von Pouncey brachte Düsseldorf früh wieder in Ballbesitz. Die Gastgeber nutzten die Feldposition und erhöhten durch einen Touchdown Pass von Herl auf Sven Appelt auf 28:6.

Soler erneut mit starker Leistung

Straubing antwortete mit einem langen Drive über 68 Yards. Yeldell fand Pouncey, Deniz Yilmaz und Soler, während Jvonte Kareem Davis mit einem Lauf über zehn Yards bis an die Düsseldorfer 13 Yard Linie kam. Dort bediente Yeldell erneut Soler, der den Ball zum zweiten Straubinger Touchdown in der Endzone fing. Die anschließende Conversion blieb erfolglos, Straubing verkürzte auf 12:28.

Es sollten die letzten Punkte der GFL Saison für die Spiders bleiben. Düsseldorf erhöhte im Schlussviertel durch David Crawford und einem 33 Yard Touchdown Lauf von Herl noch auf 42:12.

Eloi Soler gehörte auch beim Saisonabschluss zu den produktivsten Spielern der Straubinger Offense. Der Receiver fing sieben Pässe für 99 Yards und erzielte den einzigen Touchdown durch die Luft. Damit fehlte ihm nur ein Yard zur Marke von 100 Receiving Yards.

Insgesamt produzierte Straubing 306 Yards Total Offense, davon 180 durch die Luft und 126 am Boden. Düsseldorf kam auf 420 Yards und war insbesondere bei Third Downs mit sieben erfolgreichen Versuchen bei elf Möglichkeiten effizienter.

Einiziges Ligateam ohne Sieg

Mit dem Schlusspfiff in Düsseldorf ist eine Saison zum Vergessen abgeschlossen. Die Spiders beenden das Jahr mit zwölf Niederlagen aus zwölf Begegnungen und stehen mit 206 erzielten sowie 480 zugelassenen Punkten auf dem letzten Platz der GFL Süd. Da Straubing als einziges Team der Liga ohne Sieg blieb, steht der direkte Abstieg fest.

Die Saison war geprägt von sportlichen Rückschlägen, personellen Veränderungen und einem Trainerwechsel während der laufenden Spielzeit: Sven Dorfner übernahm im Saisonverlauf den Trainerposten. Zwar wurden die Begegnungen in einzelnen Phasen enger und insbesondere die Offense setzte in der zweiten Saisonhälfte häufiger Akzente, der entscheidende Sieg blieb jedoch aus.

Nun beginnt die Aufarbeitung einer Spielzeit, in der vieles nicht wie geplant verlief. Der Blick richtet sich anschließend auf die kommenden Aufgaben und darauf, die notwendigen Grundlagen für einen sportlichen Neustart zu schaffen.

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