GFL Süd
Derbyschlappe: Die Lage der Straubing Spiders spitzt sich zu

FootBowl/Imago
Der Auftritt der Straubing Spiders (in Weiß) im Derby gegen Regensburg ist einer zum Vergessen. Schon im ersten Viertel (0:13) ist die Heimmannschaft völlig chancenlos.

Die Straubing Spiders haben das ostbayerische Derby gegen Regensburg Phoenix am Samstagnachmittag daheim mit 14:42 verloren und damit einen (weiteren) schweren Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt hinnehmen müssen.
Vor heimischem Publikum im Spiderdome geriet Straubing schon in der ersten Halbzeit deutlich ins Hintertreffen und hatte kaum mehr eine Chance, den Rückstand nach der Pause zu verkürzen. Mit der neunten Niederlage im neunten Saisonspiel wird die Situation in der GFL Süd zunehmend kritisch. Regensburg verbessert seine Bilanz auf 4:5 und setzt sich damit weiter von den Spiders ab.
Phoenix erwischte den deutlich besseren Start und setzte Straubing von Beginn an unter Druck. Quarterback Cameron Yowell fand früh seine Receiver, Nebechi Abana sorgte mit kraftvollen Läufen für Raumgewinne - schon der erste Drive endete mit dem 7:0. Straubing fand offensiv nur schwer in den Rhythmus und musste den Ball schnell wieder abgeben. Regensburg nutzte das konsequent und erhöhte noch im ersten Viertel auf 13:0.
Zwischenzeitlich steht es 35:0
Im weiteren Verlauf wurde es für die Spiders zunehmend schwieriger. Mehrere Ballverluste brachten Phoenix immer wieder in gute Ausgangspositionen. Besonders bitter war ein Fumble nach einem längeren Lauf von Raleigh Benjamin Yeldell III, den Regensburg sofort in weitere Punkte ummünzte.
Nicolas Hayes entwickelte sich dabei zum entscheidenden Zielspieler der Gäste und fing im Verlauf der Partie vier Touchdown Pässe. Zur Halbzeit stand es bereits 28:0 für Regensburg. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie praktisch entschieden.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Phoenix zunächst auf 35:0. Erst danach gelang den Spiders ihr erster erfolgreicher Touchdown Drive. Über zehn Spielzüge und 84 Yards bewegte Straubing den Ball kontrolliert über das Feld. Jvonte Kareem Davis sorgte für Raumgewinn am Boden, Okeoghene Ovie Bazunu brachte zusätzliche Yards und Yeldell fand Jordan Xavier Pouncey schließlich über 22 Yards zum Touchdown. Bazunu verwandelte die anschließende Two Point Conversion zum 8:35.
Regensburg antwortete jedoch direkt. Nach einem weiteren Ballverlust der Spiders stellte Phoenix den alten Abstand wieder her. Erneut war Hayes das Ziel von Yowell und fing seinen vierten Touchdown des Tages zum 42:8.
Zahlen sprechen klare Sprache
Im Schlussviertel gelang Straubing nach einem geblockten Punt noch ein zweiter Touchdown. Jvonte Kareem Davis lief den Ball über neun Yards in die Endzone und stellte so den 14:42-Endstand her.
Straubing kam insgesamt auf 247 Yards Total Offense, davon 128 über das Laufspiel. Jvonte Kareem Davis war mit 58 Rushing Yards und einem Touchdown der produktivste Läufer. Yeldell steuerte 33 Yards bei, Anthony Earl Green Jr. kam auf 28 Yards und Okeoghene Ovie Bazunu auf 21.
Im Passspiel brachte Yeldell elf seiner 20 Pässe für 112 Yards und einen Touchdown an. Jordan Xavier Pouncey war mit fünf Catches für 69 Yards und einem Touchdown der erfolgreichste Receiver der Spiders. Regensburg kam auf 370 Yards Raumgewinn. Yowell warf fünf Touchdown Pässe, Hayes fing davon vier und Abana kam auf 129 Rushing Yards sowie einen Touchdown.
Immer wieder sind es eigene Fehler
Besonders schwer wogen erneut die eigenen Fehler. Straubing leistete sich drei Turnover und wurde elfmal für insgesamt 159 Yards bestraft. Dazu kam eine schwache Third Down Quote von 20 Prozent. Regensburg nutzte diese Fehler deutlich konsequenter und kontrollierte die Partie über weite Strecken.
Mit der Niederlage bleibt Straubing bei neun Niederlagen in neuen Spielen und einem Punkteverhältnis von 143:377 am Tabellenende der GFL Süd. Regensburg steht nun bei 4:5 und hat sich damit weiter abgesetzt. Für die Spiders wird es damit im Kampf um den Klassenerhalt nicht nur zunehmend eng, sondern fast schon unmöglich.
Die verbleibenden Spiele bekommen endgültig Endspielcharakter. Straubing braucht Ergebnisse, will das Team den Anschluss herstellen und die Chance auf den Klassenverbleib offenhalten.








