FIFA-Krise

Kein Vertrauen: Neuseeland stellt sich gegen Infantino

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Gianni Infantino, hier bei der Auslosung der Frauen-WM 2023 in Auckland, hat nicht mehr das Vertrauen des neuseeländischen Verbands. (Archivbild)

Gianni Infantino, hier bei der Auslosung der Frauen-WM 2023 in Auckland, hat nicht mehr das Vertrauen des neuseeländischen Verbands. (Archivbild)

Von dpa

Der neuseeländische Fußballverband hat Gianni Infantino die Unterstützung entzogen und sich der Opposition gegen den in der Kritik stehenden FIFA-Präsidenten angeschlossen. Nach dem gescheiterten Investorenplan des Weltverbandschefs sei „eine unabhängige Untersuchung notwendig, um das Vertrauen wiederherzustellen“, teilte der Verband mit. Die Kandidatur Infantinos bei der Wahl für eine weitere Amtszeit beim FIFA-Kongress im März 2027 im marokkanischen Rabat werde nicht mehr unterstützt.

Damit stellt sich der Verband Neuseelands gegen die Spitze des ozeanischen Kontinentalverbands OFC. Dieser teilte nach einer Sitzung seines Exekutivkomitees mit, dass begrüßt werde, dass die FIFA den Plan für den Verkauf von Rechten an den Turnieren des Weltverbandes an private Investoren gestoppt habe.

Der OFC erkenne den Fortschritt an, den die Fußballentwicklung im vergangenen Jahrzehnt unter der aktuellen Führung der FIFA gemacht habe und ermutige den Weltverband, notwendige Änderungen zu treffen. Infantino führt die FIFA seit gut zehn Jahren an.

Aus Ozeanien kommen 11 der insgesamt 211 stimmberechtigten FIFA-Mitgliedsverbände, jene dürften mehrheitlich dem Lager Infantinos angehören. Der Verband Neukaledoniens äußerte, dass er „öffentlich und unmissverständlich“ den amtierenden FIFA-Präsidenten unterstütze, „dessen Handeln und Vision die Entwicklung des Weltfußballs und die Fairness zwischen allen Nationen aktiv fördern.“

Erst zu Wochenbeginn hatten die Dachverbände von Europa (UEFA), Asien (AFC), Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik (Concacaf) in einem offenen Brief ihre Forderung nach einem Neuanfang an der Spitze des Weltverbandes erneuert. Aus den Reihen von AFC und Concacaf gibt es jedoch einzelne Abweichler, die Infantino weiter unterstützen. Die Kontinentalverbände von Afrika (Caf) und Südamerika (Conmebol) stützen derzeit ebenfalls den Amtsinhaber.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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