Treffen in Marokko

Nach Krisenrunde: Infantino mit Generalsekretär im Stadion

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Infantino verlässt das Stadion.

Infantino verlässt das Stadion.

Von dpa

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat nach der für ihn gelungenen Notfallsitzung des Weltverbands in Marokko ein positives Fazit gezogen. Auf Instagram teilte der Schweizer Fußball-Funktionär, der sich inmitten seiner schwersten Krise als Verbandsboss befindet, mit: „Nach einem Tag voller konstruktiver und positiver Gespräche mit Mitgliedern der FIFA-Geschäftsleitung war es eine Freude, ein Spiel des Afrika Cups der Frauen zwischen Malawi und Sambia zu verfolgen.“

Im Al Medina Stadium von Rabat zeigte sich Infantino an der Seite seines Generalsekretärs Mattias Grafström. Der Schwede hatte zuletzt angesichts des gescheiterten Plans zum Verkauf von WM-Rechten an Investoren in einer internen Mail an FIFA-Mitarbeiter noch eine „traurige und tadelnswerte Reihe von Ereignissen“ sowie „Aufruhr“ beklagt.

Infantino beim Afrika Cup der Frauen.

Infantino beim Afrika Cup der Frauen.

Grafström und die anwesenden Mitglieder des Management-Boards hätten Infantino „ihre uneingeschränkte Unterstützung“ bekräftigt, „als den einzigen Amtsträger, der von den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden gewählt wurde“, hieß es in einer Mitteilung nach dem Treffen am späten Abend.

In einem Brief, den Sky News in der Nacht zu Donnerstag in voller Länge veröffentlichte, wenden sich Infantino und Grafström demnach gemeinsam an die FIFA-Mitglieder.

Darin heißt es: „Nach der Rücknahme des Projekts wird die FIFA keinerlei Angriffe auf ihre Integrität, ihre gute Unternehmensführung und die Einhaltung ordnungsgemäßer Verfahren mehr dulden und alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um ihren Namen und ihren Ruf zu schützen und zu wahren.“

Zudem räumte die FIFA Fehler bei den Investorenplänen ein. Es herrsche Einigkeit darüber, dass es nicht beabsichtigt gewesen sei, dem FIFA-Rat und den FIFA-Mitgliedsverbänden „das Gefühl zu geben, vom Prozess ausgeschlossen zu sein, und dass der Prozess anders hätte gehandhabt werden sollen“, hieß es in der Mitteilung weiter.

Infantino hatte zuletzt für eine Welle der Empörung in der Fußball-Welt gesorgt, als die Pläne bekannt wurden. Der FIFA-Chef lenkte zwar ein und verwarf die Idee - dennoch formiert sich vor allem in Europa heftiger Widerstand gegen ihn. Die aktuelle Krise könnte das Ende von Infantinos inzwischen zehnjähriger Amtszeit als FIFA-Präsident bedeuten.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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