FIFA-Krise

Top-Funktionär wirft Infantinos FIFA Erpressung vor

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Trat gegen Infantino bei der Präsidentschaftswahl der FIFA 2016 an: Prinz Ali bin al-Hussein aus Jordanien. (Archivbild)

Trat gegen Infantino bei der Präsidentschaftswahl der FIFA 2016 an: Prinz Ali bin al-Hussein aus Jordanien. (Archivbild)

Von dpa

In der aktuellen FIFA-Krise sieht sich der angezählte Präsident Gianni Infantino nun auch Erpressungsvorwürfen ausgesetzt. Der Chef des jordanischen Fußball-Verbandes, Prinz Ali bin al-Hussein, behauptet, dass seinen Auswahlspielern in den vergangenen Monaten von der FIFA Gelder vorenthalten worden seien. „Bis mir während der Weltmeisterschaft mündlich mitgeteilt wurde, dass es unserem Fußballverband sehr helfen würde, wenn ich Infantino unterstütze“, schrieb al-Hussein dazu auf der Plattform X.

„Wir haben ihn bisher nicht unterstützt und werden das auch jetzt ganz sicher nicht tun“, stellte der Prinz klar und ergänzte: „Aber die gesamte Situation läuft auf Erpressung hinaus und wir weigern uns, das zuzulassen.“ Der Weltverband war von dpa für eine Stellungnahme zu den Vorwürfen angefragt.

FIFA-Boss Infantino steht in der Kritik, weil er zuletzt einen Teil der Rechte an Weltmeisterschaften an Investoren verkaufen und damit Milliarden verdienen wollte. Weltweit formierte sich prompt Widerstand - die europäische UEFA kündigte einen Boykott aller FIFA-Wettbewerbe an. Der Weltverband verwarf die Pläne schnell wieder. Die Kritik an Infantino aber wird nicht leiser; Experten diskutieren, ob das Ende des Schweizers an der FIFA-Spitze bevorsteht.

Prinz Al-Hussein war 2016 im Rennen um die Präsidentschaft des Weltverbands gegen Infantino angetreten, hatte aber keine Chance. Schon im Jahr zuvor war er dem damaligen FIFA-Boss Sepp Blatter bei der Wahl unterlegen. Von 2011 bis 2015 war er als Vizepräsident im mächtigen Exekutivkomitee der FIFA.

Nun schilderte der Funktionär, dass der Weltverband den jordanischen Spielern noch Geld schulde. Als Zweitplatzierte des FIFA Arab Cups im Dezember 2025 stünde Jordanien noch ein Preisgeld zu, das Medienberichten zufolge 4,2 Millionen Dollar (gut 3,6 Millionen Euro) betrug. „Das Geld, das unser Team für das Erreichen das Finales bekommen sollte, wurde noch nicht ausgezahlt, und das, obwohl die FIFA gleichzeitig damit angibt, wie viele Milliarden sie noch in Reserve hat“, schrieb al-Hussein auf der Nachrichtenplattform.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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