Spiele in Mailand
Landshuter Eishockey-Trio für Olympia nominiert

Für drei Eishockey-Spieler aus Landshut wird der Traum von den Olympischen Spielen Wirklichkeit. Bundestrainer Harold Kreis nominierte am Mittwoch Verteidiger Fabio Wagner (30, EHC Red Bull München) sowie die Stürmer Tobias Rieder (32, EHC Red Bull München) und Alexander Ehl (26, Adler Mannheim) in sein 25-köpfiges Aufgebot für die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo (6. bis 22. Februar). Alle drei haben das Eishockey beim EV Landshut gelernt. Ex-NHL-Stürmer Tom Kühnhackl (Adler Mannheim) fehlt hingegen verletzt (wir haben berichtet).
„Es ist immer eine riesige Ehre, für das eigene Land auf dem Eis zu stehen. Und die Olympischen Spiele sind das bedeutendste Sportevent auf der Welt. Ich freue mich aufgrund meiner italienischen Wurzeln zusätzlich, dass das Turnier in Mailand stattfindet“, sagte Wagner, für den es bereits die zweite Olympia-Teilnahme ist. Der zuverlässige Verteidiger, dessen Vater Bernd ebenfalls Nationalspieler war, hat bereits 95 Länderspiele absolviert.
Rieder: „Bis zum Turnier werde ich zu 100 Prozent fit sein“
Ebenso zu den erfahreneren Spielern im Aufgebot gehört Rieder, der ebenfalls bereits 2022 in Peking dabei war. „Olympia ist etwas ganz Besonderes. Einmal habe ich es miterleben dürfen, da war es aufgrund der Corona-Pandemie aber nochmal etwas anderes“, sagte der frühere NHL-Profi, der sich in dieser Saison mit Blessuren herumgeplagt hat. „Die Saison ist sehr gut gestartet und dann kamen leider die Verletzungen. Umso glücklicher bin ich, trotzdem dabei sein zu dürfen. Bis zum Turnier werde ich wieder zu 100 Prozent fit sein.“
Angeführt wird das deutsche Aufgebot von den NHL-Profis Philipp Grubauer (Tor, Seattle Kraken), Moritz Seider (Verteidigung, Detroit Red Wings), JJ Peterka (Utah Mammoth), Lukas Reichel (Vancouver Canucks), Nico Sturm (Minnesota Wild) und Tim Stützle (Ottawa Senators, alle Sturm). Zudem wird Superstar Leon Draisaitl (Sturm, Edmonton Oilers) erstmals seit 2019 wieder das Trikot der deutschen Nationalmannschaft tragen.
Einige der besten deutschen DEL-Scorer fehlen hingegen im Olympia-Kader. Yasin Ehliz (München), Leo Pföderl und Marcel Noebels (beide Berlin) sowie Daniel Fischbuch (Iserlohn Roosters) etwa wurden nicht berücksichtigt.
Auch auf Spieler der Straubing Tigers, Tabellenzweiter der DEL, verzichtete Kreis. Beim Deutschland-Cup in Landshut im November waren in Verteidiger Adrian Klein sowie den Stürmern Tim Brunnhuber, Stefan Loibl, Filip Varejcka, Tim Fleischer und Danjo Leonhardt noch sechs Profis der Niederbayern dabei. Diskussionen auslösen dürfte der erneute Verzicht von Kreis auf Marcel Brandt, der eine starke Saison spielt und derzeit zweitbester Torschütze unter den DEL-Verteidigern ist.
Drei Tigers-Profis als Trainingsathleten dabei
Mit Joshua Samanski aus der NHL-Organisation der Edmonton Oilers und Parker Tuomie von den Kölner Haien sind aber zwei ehemalige Straubinger im Kader dabei. Und drei Tigers-Profis dürfen immerhin als Trainingsathleten während der Vorbereitung Gast im Olympia-Kader sein.
Weil nämlich die NHL-Stars verspätet anreisen, nehmen acht zusätzliche Spieler am Olympia-Camp des DEB in Bozen ab Samstag, den 31. Januar, teil. Die Spieler werden auch das Vorbereitungs-Länderspiel gegen Italien am Mittwoch, den 4. Februar, mit dem Olympia-Kader bestreiten und reisen zurück nach Deutschland, sobald die Spieler aus Nordamerika in Mailand eingetroffen sind. Zu den Trainingsathleten zählen Danjo Leonhardt, Stefan Loibl und Filip Varejcka von den Straubing Tigers. Außerdem sind der gebürtige Straubinger Jonas Stettmer, Erik Mik (beide Eisbären Berlin), Yasin Ehliz, Maximilian Kastner (beide Red Bull München) und Daniel Fischbuch (Iserlohn Roosters) dabei.
Das größte Risiko geht Bundestrainer Kreis mit der Nominierung von Kai Wissmann ein, der seit Monaten wegen einer Achillessehnenverletzung fehlt. Der wichtige Verteidiger der Eisbären Berlin kann entgegen der Erwartung von Kreis bislang immer noch nicht spielen, soll aber in den nächsten Wochen in der DEL noch zum Einsatz kommen. Obwohl unklar ist, ob Wissmann rechtzeitig in Form kommt, empfahl der Deutsche Eishockey-Bund dem Deutschen Olympischen Sportbund, der die Nominierung offiziell am 20. Januar vornimmt, Wissmann für den Kader.














