Offiziell zugelassen

Diese Bürgermeisterkandidaten treten im Landkreis Regensburg an

Die Bürgermeisterkandidaten für die Gemeinden im Landkreis Regensburg sind offiziell. Ein Überblick, wer antritt, wo eine Stichwahl zu erwarten ist - und wer mit Sicherheit nicht mehr im Rathaus sitzen wird.

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Am 8. März wählen Bayerns Bürger die Vertreter der Kommunalpolitik. Im östlichen Landkreis Regensburg dürfte es bei der Bürgermeisterwahl in mehreren Gemeinden spannend werden. (Symbolfoto)

Am 8. März wählen Bayerns Bürger die Vertreter der Kommunalpolitik. Im östlichen Landkreis Regensburg dürfte es bei der Bürgermeisterwahl in mehreren Gemeinden spannend werden. (Symbolfoto)

Der Wahlkampf startet im Landkreis Regensburg in die heiße Phase. Nach den Sitzungen des Wahlausschusses ist nun offiziell, wer antritt, wer sich gegen Herausforderer behaupten muss und welche Parteien sich bei der Nominierung rausgehalten haben. In Donaustauf und Tegernheim dürfte es am 8. März besonders spannend werden. Auch in Sünching und Riekofen wurden nach wochenlangen Spekulationen Kandidaten nominiert. Ein Überblick über die Gemeinden im südöstlichen Teil des Landkreises, in dem unsere Zeitung verbreitet ist.

Wörth

Die CSU schickt den amtierenden Bürgermeister Josef Schütz ins Rennen. Der gelernte Natur- und Landschaftspfleger sitzt seit 2008 im Stadtrat. Zunächst als zweiter Bürgermeister, 2020 löste er dann seinen Vorgänger Anton Rothfischer ab. Für die VAW wirft der 31-jährige Hofdorfer Andreas Fürst seinen Hut in den Ring. Er bringt frischen Wind, aber auch Erfahrung als erprobter Stadtrat mit.

Wiesent

Nochmal tritt auch Schütz’ Parteikollegin Elisabeth Kerscher an. Bei der Nominierungsversammlung am 13. November votierten bei einer Enthaltung 19 von 20 Stimmberechtigten für ihre Kandidatur. Bei der vergangenen Wahl holte Kerscher über 93 Prozent aller Stimmen. Dieses Mal dürfte es nicht anders sein. Die Freie Arbeiterschaft, die zweite Fraktion im Gemeinderat, stellt keinen Bürgermeisterkandidaten.

Pfatter

Geht es nach dem amtierenden Bürgermeister Hans Biederer, würde er eine zweite Amtszeit dranhängen. Die Freie Wählergemeinschaft gab ihm Ende Oktober ihr einstimmiges Ja. Bei der vergangenen Wahl löste er Jürgen Koch von der CSU ab. Die schickt mit Mario Dörfler einen ehemaligen Tigers-Spieler ins Rathausrennen.

Bach

Nach 18 Jahren im Gemeinderat wagte Thomas Schmalzl 2020 die Bürgermeisterkandidatur - und siegte. Die Christliche Bürger Vereinigung (CBV) ernannte ihn Mitte Oktober mehrheitlich zum Kandidaten. Am 8. März wird es in der Gemeinde eine One-Man-Wahl geben. Die CBV ist bekanntlich die einzige Fraktion im Gemeinderat.

Donaustauf

Eine der spannendsten Wahlen im Landkreis dürfte es am Fuß der Walhalla geben. Dort konkurriert Amtsinhaber Jürgen Sommer (SPD) mit drei weiteren Kandidaten um das Bürgermeisteramt: Christian Blüml (CSU), Nicolai Bube (Grüne) und Wolfgang Vogel (Wählergemeinschaft GDS) fordern ihn heraus. Bereits 2020 gab es eine Stichwahl zwischen Blüml und Sommer.

Altenthann

Mit über 76 Prozent war das Ergebnis bei der vergangenen Wahl für Harald Herrmann deutlich. Die Freien Wähler nominierten ihn erneut, für die CSU tritt Tobias Fuchs an. Der 41-Jährige ist Verwaltungsfachangestellter und bei der CSU stellvertretender Ortsvorsitzender. Am 8. März kommt es zum Duell.

Tegernheim

Einen Personalwechsel gibt es dort zum 8. März. Bürgermeister Max Kollmannsberger stellt sich nicht mehr zur Wahl. In seine Fußstapfen soll Sebastian Zirngibl treten - geht es nach den Freien Wählern. Doch Zirngibl ist nicht der einzige Rathaus-Aspirant. Mit ihm konkurrieren Johann Weigert (CSU) und Sandra Scheck (SPD) um das Bürgermeisteramt. Scheck stand bereits 2020 auf dem Stimmzettel, hatte aber das Nachsehen. Es kam zur Stichwahl zwischen Freien Wählern und CSU. Eine Stichwahl scheint auch dieses Mal nicht ausgeschlossen.

Mintraching

Mit voller Zustimmung ihrer Parteigenossen stellt sich Angelika Ritt-Frank (SPD) zur Wiederwahl. Allerdings nicht ohne Herausforderer: Anfang Oktober haben die Freien Wähler ihren eigenen Ortsverband gegründet, auch, um ein Signal für die Kommunalwahl zu setzen. Deren Vorsitzende Regina Seebauer-Sperl kandidiert ebenfalls. Im Februar 2025 trat sie für die Freien bei der Bundestagswahl an. Für die CSU will Wolfgang Mätzner Bürgermeister werden.

Mötzing

Zwei Amtszeiten hat Reinhard Knott als Bürgermeister bereits hinter sich. Eine dritte hat der Haimbucher bereits im September zugesichert. Herausforderer gibt es nicht.

Riekofen

Definitiv nicht mehr kandidieren will Johann Schiller. Nach zwölf Jahren hört er zum 30. April auf. Als Nachfolger stellt sich Heinrich Mühlbauer zur Wahl. Der 52-jährige Landmaschinenmechaniker kandidiert für den Bürgerblock Taimering. Er wird bei der Bürgermeisterwahl in Riekofen der einzige Name am Stimmzettel sein.

Sünching 

In der Nachbargemeinde hört Robert Spindler nach zwei Amtszeiten als Bürgermeister auf. Für die freien unabhängigen Wähler tritt Bernhard Grundner an, für die CSU Daniela Grundner. Bernhard Grundner ist Schulhausmeister, seine Schwägerin arbeitet als Verwaltungsangestellte bei der Gemeinde. Es dürfte ein besonderes Duell werden.

Aufhausen

Gemeinsam mit den Parteilosen Wählern hat die CSU bereits im Sommer den amtierenden Bürgermeister Toni Schmid zur Wiederwahl nominiert. Für die SPD tritt Hubert Wittmann an. Bauhofmitarbeiter Marcus Perschall kandidiert für die Wählergemeinschaft Unabhängiger Bürger Aufhausen.

Thalmassing

Für die Freien Wähler stellt sich der amtierende Bürgermeister Raffael Parzefall zur Wahl. Stimmen die Thalmassinger für den ausgebildeten Archivar, wäre es seine zweite Amtszeit. Doch seine Kandidatur bleibt nicht ohne Konkurrenz. Sein Stellvertreter Christian Wild tritt für die CSU an. Außerdem will Markus Meister für die Freie Wählerschaft Sanding Bürgermeister werden.

Alteglofsheim

Nach zwei Amtsperioden kandidiert Herbert Heidingsfelder nicht mehr. Aus Sicht der Freien Wähler soll Melanie Werkmann seinen Posten übernehmen. Die 42-Jährige kommt gebürtig aus Alteglofsheim und engagiert sich in mehreren Vereinen. Für die CSU tritt Polizeioberkommissar Matthias Plattner als parteifreier Bürgermeisterkandidat an.

Köfering

Wird er gewählt, wäre es für Armin Dirschl die dritte Amtsperiode. Per geheimer Wahl hat ihn die Bürgerliste als Kandidat bestätigt. Konkurrenz bekommt der 53-Jährige von Christopher von und zu Lerchenfeld. Im September nominierte die CSU ihn als Bürgermeisterkandidaten. Bisher war Lerchenfeld Gemeinderat.

Barbing

Nach 13 Jahren im Amt tritt Hans Thiel nicht mehr an. Die CSU stellte den Kandidatenposten zur Wahl - zwei Bewerber meldeten sich. Bei der Nominierungsversammlung Ende April entschied sich die Mehrheit schließlich für Dominik Schindlbeck. Sein Gegenkandidat war Fabian Kaptein. Bei der vergangenen Wahl hat Hans-Peter Landsmann von den Freien Wählern Thiel herausgefordert - und knapp 33 Prozent der Stimmen bekommen. Dieses Mal tritt Landsmann erneut an - und bekommt weitere Konkurrenz: Der parteilose Wolfgang Höpfl, 55 Jahre alt und von Beruf Kriminalbeamter, wird für die Grünen ins Rennen gehen. Es ist die erste Kandidatur der Grünen in der Geschichte der Gemeinde.

Neutraubling

Harald Stadler stellt sich für die Freien Wähler erneut zur Wahl. Im Gegensatz zur vergangenen Wahl mit drei Herausforderern von CSU, Grünen und SPD hat er dieses Mal nur einen Gegenkandidaten: Maksim Kurz (26) tritt für die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Aktive Bürger an. Bei der CSU sagten mögliche Bewerber aus beruflichen oder familiären Gründen ab. Auch bei der SPD tritt kein Kandidat für die Bürgermeisterwahl an.

Obertraubling

Bereits im Juni haben die Freien Wähler mit Sebastian Dettenkofer ihren Nachfolger für den amtierenden Bürgermeister Rudi Graß bestimmt. Dettenkofer ist derzeit Geschäftsleiter der Gemeinde. Mit ihm gehen zwei weitere Kandidaten in das Rennen um den Bürgermeistertitel: CSU-Gemeinderat Simon Wagner und Kimberly Redpath von den Grünen. Die SPD tritt nur mit Kandidaten für den Gemeinderat an.

Brennberg und Vorwald

Im Vorwald dürfte sich der Blick besonders auf die 2.000-Einwohner-Gemeinde Brennberg richten. Nach 18 Jahren tritt die amtierende Bürgermeisterin Irmgard Sauerer (Freie Wählerschaft) nicht mehr an. Ihre Partei hat Anfang November die Gemeinderatskandidaten nominiert, als Bürgermeisterkandidatin geht Simone Adlhoch ins Rennen. Konkurrenz bekommt sie von Marion Macht in den Startlöchern. Die 50-Jährige tritt für die CSU-/UW-Liste an. Für die 

Zum erwarteten Frauenduell kommt es in Falkenstein nun doch nicht. Neben der Amtsinhaberin Heike Fries (Falkensteiner Liste mit CSU) war Veronika Schäffer (Freie Wähler) als Bürgermeisterkandidatin nominiert worden. Um zur Wahl zugelassen zu werden, musste sie Unterstützerunterschriften vorweisen. Die notwendigen 80 Unterschriften hat sie allerdings deutlich verfehlt.

In Rettenbach tritt der amtierende Bürgermeister Alois Hamperl (CSU) nicht mehr an. Für die Freien Wähler kandidiert Karl Kerscher, für die CSU Reinhard Jäger.

In Wald stellt sich die amtierende Bürgermeisterin Barbara Haimerl (CSU) zur Wiederwahl. Norbert Handl vom Verein Gemeinsam für die Gemeinde Wald fordert sie am 8. März heraus.

Und wo kandidiert die AfD?

Wie das Landratsamt in einem Wahlkalender informiert, können Parteien bis Donnerstag, 8. Januar, 18 Uhr, Kandidaten aufstellen. Dann gibt der Wahlleiter die Wahlvorschläge bekannt. Anschließend gibt es eine siebentägige Nachfrist für Kommunen, in denen nur ein oder sogar kein Kandidat nominiert wurde. Was schon jetzt als gesichert gilt: Die AfD wird im Landkreis keine Bürgermeisterkandidaten stellen, teilt der Kreisverband mit.

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