Wohnungsdurchsuchung

Politische Schmierereien an der Regensburger Donaulände

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Diese großformatige Schmiererei ist an einem Gebäude an der Donaulände zu sehen.

Diese großformatige Schmiererei ist an einem Gebäude an der Donaulände zu sehen.

Wahl-O-Mat
Von Redaktion Regensburg

Am späten Mittwochabend sind an einem Einfamilienhaus an der Donaulände politisch motivierte Schmierereien wie „Free Palestine“ und „ACAB“ („All Cops Are Bastards“) angebracht worden. Ein Tatverdächtiger wurde ermittelt, eine weitere Person ist flüchtig. Das Fachkommissariat für Staatsschutz der Kripo Regensburg ermittelt und bittet um Zeugenhinweise.

Gegen 23.50 Uhr meldeten sich laut Polizeibericht Zeugen bei der Polizei, weil sie zwei männliche Personen beim Anbringen von Schmierereien an einem frei stehenden Einfamilienhaus an der Donaulände beobachtet hatten. Die beiden Tatverdächtigen flohen in Richtung Innenstadt. Vor Ort stellten die Beamten umfangreiche Beschädigungen fest: eine Schmiererei mit einer Größe von etwa sechs mal zwei Metern an der westlichen Hauswand, die politisch motivierte Sprüche und Motive enthielt. Und an der nördlichen Hauswand eine weitere Parole in der Größe von etwa einem Meter mal 20 Zentimeter.

Laut Zeugenbeschreibung trugen die Personen einen dunklen und einen hellen Pullover. Im Rahmen der Fahndung wurden zwei Verdächtige ausgemacht. Einer von ihnen versuchte, mit einem Fahrrad und einer schwarzen Sporttasche über die Ostengasse zu entkommen, der andere flüchtete zu Fuß am Donauufer entlang. Beiden gelang zuerst die Flucht.

Unter Federführung der Polizeiinspektion Regensburg Süd gelang es, einen der Flüchtigen zu identifizieren. Bei dem Jugendlichen aus dem Landkreis Regensburg wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft noch in den Nachtstunden eine Durchsuchung der Wohnung angeordnet. Dabei wurden weitere Beweismittel sichergestellt. Die Ermittlungen zum Tatablauf und insbesondere zum zweiten Täter dauern laut Polizei an.

Die Kriminalpolizei Regensburg bittet um Hinweise von Zeugen, die am Mittwoch gegen 23.50 Uhr im Bereich der Donaulände oder in der Umgebung verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0941/506-2888 zu melden.

Ein Anwohner schilderte unserer Mediengruppe am Mittwoch vor Ort, dass es in jüngster Vergangenheit vermehrt Probleme mit alkoholisierten Jugendlichen an der Donaulände gegeben habe. Lautstärke sei für ihn kein Problem, allerdings vermittle ihm das regelmäßige Urinieren der Jugendlichen den Eindruck von wahllosem Vandalismus. Inwiefern die Beobachtungen des Anwohners mit den Schmierereien in Zusammenhang stehen könnten, ist nicht klar.

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