Festnahmen
Verdacht auf räuberische Erpressung in Regensburg: Tatverdächtige ermittelt

Nach einer mutmaßlichen räuberischen Erpressung am 22. Juli haben Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg innerhalb weniger Tage vier Tatverdächtige festgenommen. Die Festnahmen erfolgten auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg.
Am Abend des 22. Juli hielten laut Polizei zunächst vier Personen einen 18-jährigen Deutschen im Bereich der Regensburger Arcaden auf und sollen unter Anwendung von Gewalt und Drohungen die Herausgabe eines niedrigen dreistelligen Eurobetrags gefordert haben. Die Personen kannten sich zwar untereinander, die Hintergründe der Tat seien jedoch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Da die Gruppe dem Mann weitere Geldforderungen in Aussucht stellte, wandte sich dieser an die Polizei. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg übernahm die Ermittlungen und leitete in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Regensburg umfangreiche kriminalpolizeiliche Maßnahmen ein. Bereits kurz nach der Anzeigenerstattung wurden Videoaufzeichnungen gesichert und ausgewertet, sowie erste Tatverdächtige identifiziert. Im Zuge weiterer Ermittlungen sei die Identifizierung aller vier Tatverdächtigen gelungen: ein 16-jähriger Iraker, ein 18-jähriger Bulgare, sowie zwei 17-jährige Syrer.
Nachdem die Gruppe Tage später erneut Kontakt zum Geschädigten aufgenommen hatte und eine weitere Geldübergabe gefordert haben soll, bewerteten Polizei und Staatsanwaltschaft die Gefährdungslage fortlaufend neu und beantragten beim Ermittlungsrichter die Untersuchungshaftbefehle für alle vier Tatverdächtigen.
Am Dienstag vollzogen Einsatzkräfte der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg, der Bereitschaftspolizei sowie weiterer kriminalpolizeilicher Dienststellen die Haftbefehle gegen alle vier Tatverdächtigen an mehreren Orten im Raum Regensburg. Im Anschluss wurden auch die angeordneten Durchsuchungsbeschlüsse umgesetzt. Sämtliche Tatverdächtigen wurden erkennungsdienstlich behandelt und am Folgetag dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt. Bis auf den 18-jährigen Bulgaren erging gegen alle Tatverdächtigen ein Untersuchungshaftbefehl.
Der schnelle Ermittlungserfolg sei insbesondere durch die schnelle und enge Zusammenarbeit zwischen der Staatsanwaltschaft Regensburg und der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg sowie das koordinierte Vorgehen der beteiligten Polizeidienststellen möglich gewesen.












