Im Dauereinsatz
Polizei zieht positive Bilanz nach Gäubodenvolksfest

Susanne Raith
Straubings Polizeidirektor Josef Eckl dankte den Besuchern für den friedlichen und aus polizeilicher Sicht sehr positiven Verlauf des Gäubodenvolksfests. (Symbolbild)

Das Gäubodenvolksfest ist vorbei – und damit dürfte auch der ein oder andere Polizeibeamte etwas aufatmen. Die elf Tage bedeuten für die Einsatzkräfte eine hohe Belastung, wenngleich der am Dienstag präsentierte Abschlussbericht insgesamt positiv ausfällt. Straubings Polizeidirektor Josef Eckl dankte den Besuchern für den friedlichen und aus polizeilicher Sicht sehr positiven Verlauf des Gäubodenvolksfests – bis auf wenige Ausnahmen.
Die Beamten verzeichneten im Zusammenhang mit dem Volksfest am und rund um den Festplatz insgesamt 19 Körperverletzungsdelikte – und damit nur ein wenig mehr als noch im Vorjahr (17). In der Innenstadt gab es dafür im Volksfestzeitraum einen deutlichen Rückgang von 21 (2025) auf acht Körperverletzungen. 32 Mal mussten die Einsatzkräfte am und rund um den Festplatz Streitigkeiten unterbinden, 13 Mal in der Innenstadt. Die Zahlen bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr.
Bei den Diebstählen bestätigte sich der Polizei zufolge am Festgelände und dessen Umfeld der positive Trend aus dem vergangenen Jahr. Bisher seien 20 Fälle zur Anzeige gebracht worden. Auffällig: Sechs Mal verschafften sich Täter Zutritt zu Autos und stahlen daraus – vergangenes Jahr kein einziges Mal.
Fünf Fälle von sexueller Belästigung angezeigt
Für die Beamten selbst wurde es sechs Mal besonders brenzlig: Die Beamten verzeichneten sechs Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte – schwerer verletzt wurde allerdings keiner von ihnen. Insgesamt sei das der Meldung zufolge eine positive Entwicklung. Einen leichten Anstieg vermelden die Beamten hingegen bei den Sexualdelikten am und rund um den Festplatz. Fünf Fälle von sexueller Belästigung seien angezeigt worden – und damit zwei mehr als im Vorjahr.
Die Beamten nahmen im Zusammenhang mit dem Gäubodenvolksfest elf Personen in Gewahrsam und damit zwei mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Platzverweise ging deutlich zurück von 86 (2025) auf 63. Gegen sechs Personen sei vor Beginn des Volksfestes in Absprache mit der Stadt Straubing ein Betretungsverbot erlassen worden.
Im Verkehrsbereich stellten die Beamten bei den Fahrten unter Alkoholeinfluss einen Anstieg von 31 auf 40 Delikte fest. Drei Fahrer seien zudem unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln (2025: fünf) gestanden. Dass nicht mehr Betrunkene fuhren, verhinderten Polizeibeamte oft selbst: Präventiv konnten sie 32 Trunkenheitsfahrten vor Fahrtantritt unterbinden.
Das polizeiliche Konzept, insbesondere die sichtbare polizeiliche Präsenz am Festgelände und in der Innenstadt, unterstützt durch die Videoüberwachung, hat sich der Polizei zufolge auch in diesem Jahr wieder bewährt. Unterstützt wurde die Polizeiinspektion Straubing durch eine Vielzahl von Unterstützungskräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei, der Reiterstaffel, der Zentralen Einsatzdienste aus Niederbayern und der Oberpfalz, von Beamten der Verkehrspolizeiinspektionen Deggendorf, Passau und Landshut, sowie von Beamten des Polizeiverwaltungsamtes. Zudem wurden dieses Jahr wieder Polizeidrohnen zur Aufklärung aus der Luft während des Auszuges sowie erstmalig auch bei der Lampionfahrt eingesetzt.
Das Gäubodenvolksfest 2026
Es war die fünfte Jahreszeit in Straubing: Das zweitgrößte Volksfest Bayerns endet am Montag nach elf Tagen „Trumm vom Paradies“.
Bilanz: Trotz Hitze und Bahnsperrung ziehen die Veranstalter ein sehr positives Fazit. Hier geht's zur Bilanz der Stadt über das Gäubodenvolksfest 2026.
Volksfest-Gfui: Lesen Sie in unserem Live-Blog von Beobachtungen am Festplatz, Bierzelt-Philosophie und all den anderen kleinen Begegnungen in der Stadt, die diese elf Tage so besonders machen.
Alles zum Fest: Alle Artikel zum Fest finden Sie auf unserer Überblicksseite zum Gäubodenvolksfest.












