Automobilzulieferer

Neue Details zu Stellenabbau bei Antolin Straubing bekannt

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Im Straubinger Antolin-Werk an der Stettiner Straße sind aktuell etwa 470 Mitarbeiter.

Im Straubinger Antolin-Werk an der Stettiner Straße sind aktuell etwa 470 Mitarbeiter.

Wahl-O-Mat
Von Redaktion idowa

Seit April ist klar: Der spanische Autozulieferer Antolin wird in seinem Werk in Straubing Stellen abbauen. Rund zwei Monate später sind nun weitere Details zu den Planungen bekannt.

Einer Mitteilung des Betriebsrats zufolge informierte die Werkleitung die Belegschaft zuletzt über die Pläne, dass rund 45 Stellen in der Produktion abgebaut werden sollen. Die dazugehörigen Betriebsmittel und Spritzgusswerkzeugen in Schwesterwerke sollen demnach nach Tschechien verlagert werden. Doch damit nicht genug: Weil ein Auftrag ausläuft, befürchtet der Betriebsrat im Jahr 2027 einen „noch unklaren weiteren Stellenwegfall“.

Vom derzeitigen Stellenabbau betroffen sind der Mitteilung zufolge vor allem Leiharbeiter und befristete Beschäftigte. Zudem wird mit dem Betriebsrat ein Freiwilligenprogramm vereinbart, durch das im Jahr 2026 weitere 30 Arbeitsplätze sozialverträglich entfallen sollen, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. 

Am Standort an der Stettiner Straße, der seit 2015 zur spanischen Grupo Antolin gehört, fertigen aktuell noch rund 470 Beschäftigte  Interieur-Komponenten wie Instrumententafeln und Mittelkonsolen. Bis Jahresende werden laut dem Betriebsrat zufolge wesentliche Teile der Produktion ins Ausland verlagert. Für die Belegschaft sei es ein weiterer schmerzhafter Einschnitt in einer langen Geschichte von Sparmaßnahmen.

Konzernumbau und der internationale Wettbewerb

Der Stellenabbau in Straubing sei kein isoliertes Phänomen, sondern Teil einer europaweiten Konsolidierung der spanischen Antolin-Gruppe. Aufgrund hoher Verluste in den vergangenen Jahren und des immensen Preisdrucks im Automobilsektor baue der Konzern Kapazitäten in Westeuropa ab. Der Konzern wolle damit die eigene Wettbewerbsfähigkeit sichern. Zwar betonte Werkleiter Christoph Gahr mehrfach gegenüber der Belegschaft, dass eine Standortschließung nicht zur Debatte stehe. Jedoch wächst die Sorge vor einer schrittweisen Verlegung großer Produktionsanteile in günstigere Werke im Ausland. „Uns fehlen hier leider die rechtlichen Hebel, um diese Verlagerungen einfach zu stoppen“, so der Betriebsratsvorsitzende Johann Weiß.

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Die zuständige Gewerkschaft IG BCE und der Betriebsrat kündigten bereits an, um jeden einzelnen Arbeitsplatz zu kämpfen. Das klare Ziel laute, betriebsbedingte Kündigungen abzuwenden und eine weitere Schwächung des Standorts zu verhindern.

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