Vorfall bei Straßkirchen
Axt-Attacke im ICE: Verdächtiger soll in psychiatrischem Krankenhaus bleiben

Armin Weigel/dpa
Der ICE, der auf der Strecke zwischen Obertraubling und Passau unterwegs war, kam nach der Tat in der Nähe von Straßkirchen (Kreis Straubing-Bogen) zum Stehen.

Der Syrer, der am 3. Juli 2025 in einem ICE bei Straßkirchen (Kreis Straubing-Bogen) mehrere Fahrgäste mit einer Axt angegriffen haben soll, soll dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden. Wie die Staatsanwaltschaft Regensburg am Mittwoch mitteilte, hat sie Ende Januar einen entsprechenden Antrag beim Landgericht Regensburg gestellt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 21-Jährigen versuchten Totschlag in zwei Fällen sowie gefährliche und fahrlässige Körperverletzung vor.
Ein forensisch-psychiatrisches Sachverständigengutachten habe ergeben, dass der Beschuldigte an einer psychischen Erkrankung leide und seine Schuldfähigkeit daher bei der Tat aufgehoben gewesen sei. Der Mann sei aufgrund dieses Zustandes jedoch auch in Zukunft für die Allgemeinheit gefährlich. Der 21-Jährige befindet sich laut Staatsanwaltschaft derzeit in einem psychiatrischen Krankenhaus. Der Mann habe sich bislang zur Sache nur fragmentarisch geäußert, jedoch bestritten, jemanden töten haben zu wollen. Die Staatsanwaltschaft weist darauf hin, dass für den Beschuldigten weiterhin uneingeschränkt die Unschuldsvermutung gilt.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der damals 20-jährige Syrer in dem ICE zunächst mit einer Axt und einem Zimmererhammer in seinen Händen durch das Zugabteil ging und zwei Passagiere mit feindlichem Blick fixierte. Als daraufhin ein deutscher 39-Jähriger telefonisch einen Notruf absetzte, soll der Beschuldigte diesem mit der Axt in Tötungsabsicht unvermittelt auf den Kopf geschlagen haben. Der Mann sei bewusstlos geworden und habe einen Bruch des Stirnbeins erlitten.
Im Anschluss soll der Beschuldigte versucht haben, einen 25-jährigen Syrer mit der Axt durch zwei Hiebe auf den Kopf zu töten. Beide Hiebe hätten jedoch dessen 51-jährige Mutter getroffen, die sich schützend vor ihren Sohn geworfen haben soll. Sie habe eine offene Fraktur des Schädeldaches erlitten. Der zweite Sohn der Frau, ein 15-Jähriger, habe eingegriffen und sei durch den Beschuldigten durch Schläge, Tritte und Bisse verletzt worden. Daraufhin soll der Beschuldigte erneut versucht haben, den 25-jährigen Syrer mit Axthieben auf den Kopf zu töten. Letztlich gelang es dem 25-Jährigen laut Staatsanwaltschaft, dem Beschuldigten die Axt zu entreißen. In Notwehr habe er die Axt gegen den Angreifer eingesetzt und ihn im Kopfbereich verletzt. Der Beschuldigte soll dennoch weiter versucht haben, den 25-Jährigen durch Würgen zu töten. Weitere Passagiere konnten ihn schließlich überwältigen und fixieren.














