Demonstrationen
Rauchbombe und Straßenblockade beim AfD-Parteitag in Passau


Mehrere Gegendemonstrationen haben am Samstag den Landesparteitag der bayerischen AfD in der Dreiländerhalle Passau begleitet. Nach vorläufigen Einschätzungen der Polizei dürften über 1.500 Menschen an den Versammlungen teilgenommen haben. Diese seien weitgehend störungsfrei verlaufen.
Insgesamt waren laut Polizeiangaben bei den verschiedenen Demos und Kundgebungen 5.000 Teilnehmer angemeldet. Am Samstagmorgen habe es einzelne Störungen gegeben, sagte eine Polizeisprecherin. So sei eine Rauchbombe gezündet und eine Straßenblockade versucht worden. Bei einer Demonstration hätten einzelne Teilnehmer eine andere als die genehmigte Route gehen wollen, weshalb die Einsatzkräfte einschreiten und gegen einzelne Personen Pfefferspray einsetzen mussten. Der weitere Verlauf der Veranstaltung sei jedoch nicht beeinträchtigt worden.
Eine 28-Jährige verstieß laut Polizei gegen das Vermummungsverbot nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz. Die Beamten leiteten gegen sie ein Ermittlungsverfahren ein. Ebenfalls ermitteln sie gegen mehrere Personen, die Schriftzüge angebracht haben. Es besteht der Verdacht der Beleidigung. Außerdem verdächtigt die Polizei den Angaben zufolge zwei Teilnehmer der parteipolitischen Veranstaltung, Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendet zu haben.
Im Bereich um die Dreiländerhalle, insbesondere der Pionierstraße, kam es laut Polizeiangaben immer wieder zu Verkehrsstörungen und Umleitungen.
Die Polizei war mit mehreren hundert Einsatzkräften vor Ort, um die Sicherheit der Teilnehmer und Anwohner zu gewährleisten. Im Bereich der Dreiländerhalle wurde für Samstag eine Flugverbotszone eingerichtet, die auch Drohnen einschließt.


















