Großprojekt

Planungsfehler und Milionenkosten: Neubau der JVA Passau verzögert sich

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Der Neubau der Justizvollzugsanstalt Passau kann nicht wie geplant 2027 fertiggestellt werden. Nach Angaben des Bauministeriums haben gravierende Mängel zu Verzögerungen und voraussichtlich Mehrkosten in Millionenhöhe geführt. (Symbolbild)

Der Neubau der Justizvollzugsanstalt Passau kann nicht wie geplant 2027 fertiggestellt werden. Nach Angaben des Bauministeriums haben gravierende Mängel zu Verzögerungen und voraussichtlich Mehrkosten in Millionenhöhe geführt. (Symbolbild)

Wahl-O-Mat
Von Redaktion idowa

Der Neubau der Justizvollzugsanstalt (JVA) Passau verzögert sich wegen gravierender Mängel bei der Elektroplanung und -ausführung deutlich. Wie das Bayerische Bauministerium mitteilte, kann die Anlage nicht wie geplant 2027 an die Justiz übergeben werden. Ein neuer Fertigstellungstermin steht demnach noch nicht fest.

Nach Angaben des Ministeriums reichen die festgestellten Mängel von einer fehlerhaften Netzberechnung über unsachgemäß verlegte Leitungen bis hin zu einer mangelhaften Planung des Sicherheitszauns. Erste Probleme seien bereits 2025 festgestellt worden. Das gesamte Ausmaß habe sich jedoch erst nach einer umfangreichen Überprüfung der Elektroplanung und -ausführung gezeigt. Dafür mussten teils bereits fertiggestellte Wände und Böden wieder geöffnet werden.

Das Staatliche Bauamt Passau hat nach Angaben des Ministeriums sowohl dem zuständigen Planungsbüro als auch der ausführenden Elektrofirma gekündigt. Neue Planer sollen ihre Arbeit im September aufnehmen. Das Ministerium kündigte an, mögliche Schadensersatzansprüche zu verfolgen.

Nach derzeitiger Einschätzung des Staatlichen Bauamts wird das Projekt Mehrkosten im höheren zweistelligen Millionenbereich verursachen. Wegen notwendiger Rückbauarbeiten und Neuplanungen könne der Neubau erst 2028 wieder vollständig vorangetrieben werden. Ein belastbarer Termin für die Fertigstellung sei derzeit nicht möglich.

In der neuen Justizvollzugsanstalt sind insgesamt 450 Haftplätze vorgesehen. Der Neubau soll die bestehende JVA im Passauer Stadtgebiet ersetzen und erweitern.

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