Bund Naturschutz
„Überlebensinsel“ für die Eichendorfer Kiebitze geschaffen
Was früher im Frühling zum selbstverständlichen Bild und zum alltäglichen Klang der Vilstalaue gehört hatte, ist so gut wie verschwunden: der Balzflug und der „kiwitt“-Balzruf der Kiebitze. Nur noch drei Paare brüteten heuer in der gesamten Gemeinde Eichendorf. Bei Prunn wurde vom Bund Naturschutz ein Biotop speziell für diese bedrohten Vögel geschaffen.
Obwohl sie nach wie vor als Wiesenbrüter bezeichnet werden, brüten Kiebitze seit einigen Jahrzehnten verstärkt, seit einigen Jahren ausschließlich, auf Äckern. Deshalb hat der Bund Naturschutz mit Förderung durch den bayerischen Naturschutzfonds einen 2,5 Hektar großen Acker bei Prunn angekauft und vom Landschaftspflegeverband „kiebitzgerecht“ umgestalten lassen. Ein Teil der Fläche wird als Wiese angesät, ein größerer Teil bleibt Brache, die geackert wird. Damit die Küken Zugang zum Wasser bekommen, wurden ein Graben abgeflacht und eine Seige angelegt, die im Frühling und bei Starkregen Wasser führt. Nächstes Jahr wird sich zeigen, ob die Fläche geeignet ist.










