Gewitterfront
Unwetter ziehen über die Region hinweg - die Lage in Ostbayern


Mehrere Unwetter mit Starkregen und Sturmböen sind in der ersten Tageshälfte des Mittwochs über Bayern hinweggezogen. Nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) kann es tagsüber weiter gewittern. Bislang sei es zu keinen größeren Unwetterschäden in Niederbayern und der Oberpfalz gekommen, teilten die zuständigen Polizeipräsidien mit.
Überflutung und Sturmschäden
In der Nacht waren Einsatzkräfte in mehreren Regionen wegen der Unwetter gefordert. Vor allem in Oberfranken, Unterfranken und Oberbayern habe es einige umgestürzte Bäume, überflutete Straßen und Sturmschäden gegeben, hieß es von Polizei und Feuerwehr. In Niederbayern und der Oberpfalz zogen ab dem Morgen mehrere Gewitter hinweg. Der DWD hatte zwar bis in die Mittagsstunden immer wieder vor schweren Gewittern gewarnt, diese waren jedoch ausgeblieben. In Niederbayern sei es bislang „ganz ruhig“, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern gegen Mittag erklärt. Trotz der zahlreichen Warnungen vor schweren Gewittern mussten die Beamten seit den Morgenstunden lediglich zu einem Einsatz ausrücken: In Geisenhausen (Landkreis Landshut) war gegen 11.30 Uhr eine Straße überflutet. In den Landkreisen Cham und Regensburg seien es seit der Nacht etwa 30 Einsätze durch Unwetter gewesen, sagt eine Polizeisprecherin auf Nachfrage. In Duggendorf (Landkreis Regensburg) habe ein Dachstuhl nach einem Blitzeinschlag gebrannt.
Nach einer Unwetterwarnung sind am Münchner Flughafen am Vormittag zeitweise keine Maschinen abgefertigt worden. Wegen der Wetterlage sei für 30 Minuten ein Abfertigungsstopp ausgerufen worden, teilte die Betreibergesellschaft auf Nachfrage mit. "Dies geschieht aus Sicherheitsgründen zum Schutz der Passagiere und Beschäftigten vor elektrischen Entladungen." In dieser Zeit dürften die Flugzeuge nicht be- und entladen werden und Passagiere könnten nicht aus- oder einsteigen, teilte der Flughafen mit. "Dieser Umstand verursacht in der Regel auch Verzögerungen im regulären Flugbetrieb." Aufgrund der Wetterlage komme es europaweit zu Einschränkungen im Flugverkehr, hieß es auf einer Anzeigetafel am Vormittag. Deshalb seien in München rund 100 Starts und Landungen gestrichen worden.
Tagsüber Starkregen möglich
Am Mittwoch gibt es dem DWD zufolge zunächst in Schwaben, im weiteren Tagesverlauf von West nach Ost verbreitet kräftige Regenfälle und Gewitter mit Sturmböen. Schwerpunktmäßig im Süden könne es dabei Starkregen mit 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter, teilweise sogar 60 Liter pro Quadratmeter geben. In Nordbayern lässt sich nach DWD-Angaben zwischendurch auch mal die Sonne blicken.
Mit maximal 19 bis 23 Grad in Südbayern und 20 bis 25 Grad in Nordbayern, am Untermain bis 28 Grad, bleibe es heute im Vergleich zu den vergangenen Tagen deutlich kühler.
Am Donnerstag steigen die Temperaturen laut der Vorhersage wieder. Es zeigt sich oft die Sonne, vereinzelt kann es aber noch Schauer geben. Freitag könnte es noch sonniger werden, am Samstag sogar wieder richtig sommerlich.
Zuletzt hatte es am Montagabend nach einer längeren Hitzeperiode Unwetter in Bayern gegeben. In München verwandelten sich Straßen und Wege innerhalb weniger Minuten in Bäche. In Landau und in Moosburg liefen Keller voll. Ein Blitzschlag führte im Kreis Landshut zu einem größeren Feuerwehreinsatz.









