Kampf den Drogen
Gabriele Huber-Koch für Präventions-Projekt in Dingolfing ausgezeichnet

Im Mittelpunkt der Ehrung stand das Projekt „Drogen- Prävention, Aufklärung und gesellschaftliche Verantwortung“, das einen Beitrag in der kommunalen Gesundheitspolitik zum Schutz von Jugendlichen und Erwachsenen leistet.
Die Auszeichnung wurde im Haus der Bayerischen Landwirtschaft im Rahmen der Veranstaltungsreihe „FidiP - Frauen in die Politik“ verliehen. Die Stiftung erinnert an Elisabeth Schwarzhaupt, die 1961 erste Bundesgesundheitsministerin wurde und als erste Frau im männlich geprägten Kabinett Geschichte schrieb. Dorothea Schwarzhaupt, Großnichte der Namensgeberin und Stiftungsinhaberin, würdigte im Rahmen der Veranstaltung bayernweit engagierte Frauen.
Anerkennung für Drogenprävention
Besondere Anerkennung erhielt das Projekt zur Drogenprävention, da es ein bislang wenig beachtetes Thema mit Fokus auf den ländlichen Raum in den öffentlichen Diskurs rückte. Der Initiatorin der Podiumsdiskussion, Gabriele Huber-Koch, sei es gelungen, überregionale Verantwortungsträger mit regionalen Akteuren zu vernetzen und eine breite mediale Aufmerksamkeit zu erzielen. Die Veranstaltung fand bereits im Januar im Pfarrheim St. Josef in Dingolfing statt.
Im Zuge der Teillegalisierung von Cannabis sei in Teilen der Bevölkerung der Eindruck entstanden, der Konsum sei uneingeschränkt erlaubt. Dem widersprachen die Diskussionsteilnehmer deutlich: Der Gesetzgeber habe den Jugendschutz klar in den Mittelpunkt gestellt. Gleichzeitig werfe die Kombination aus Teillegalisierung und verstärkten Schutzmaßnahmen Fragen und Spannungsfelder auf.
Ausgangspunkt der Initiative war die anhaltend hohe Zahl an Drogentoten in Deutschland. Unter dem Leitsatz „Jeder Drogentote ist einer zu viel“ entstand die persönliche Motivation, Präventionsarbeit stärker in den Fokus zu rücken und den gesellschaftlichen Dialog zu fördern. An der Podiumsdiskussion beteiligten sich unter anderem Martin Heyn vom Zentrum für Prävention am Bayerischen Landesamt für Gesundheit, Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Bayerischen Landtag, Viola Wagener vom Landeskriminalamt sowie Julia Dichtl vom Steuerungsverbund Suchtarbeitskreis am Gesundheitsamt des Landkreises. Auch Gabriele Huber-Koch selbst, Seelsorgerin und Mitglied von FidiP, nahm auf dem Podium Platz. Die Moderation übernahm Annalena Göttl von Niederbayern TV.
Diskutiert wurden aktuelle politische Entwicklungen, Lebensrealitäten junger Menschen, Risiken des Konsums sowie Möglichkeiten zur Stärkung von Resilienz - insbesondere im ländlichen Raum. Landrat Werner Bumeder verwies auf die bereits bestehenden Präventionsangebote im Landkreis. Pfarrer Eugen Pruszynski wies darauf hin, dass sich Drogenszenen durch Einzelmaßnahmen häufig lediglich verlagern, jedoch nicht auflösen.
Drogenfreie Kommune als langfristige Vision
Die Veranstaltung habe wichtige Impulse für eine stärkere Vernetzung der Akteure gesetzt und dem Suchtarbeitskreis neuen Schwung verliehen. Gabriele Huber-Koch formulierte dabei das Ziel einer drogenfreien Kommune als langfristige Vision. Initiativen wie der „Masterplan Prävention“ sowie bestehende Präventionsnetzwerke in Bayern würden diese Herausforderungen aufgreifen und entsprechende Strategien weiterentwickeln.









