Durchsuchungen

Tote Greifvögel in Simbach: Ermittler stellen mehrere Handys sicher

Nach dem Fund mehrerer toter Vögel im Juli 2025 in der Nähe eines Waldstücks bei Simbach laufen die gemeinsamen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Deggendorf und der Polizei Landau weiter. Es gab auch Durchsuchungen.

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Mehrere tote Vögel, unter anderem ein Rotmilan, wurde im Juli 2025 bei Simbach gefunden. Ermittlungen haben ergeben, dass sie durch das Gift Carbofuran umgekommen sind. (Archivfoto)

Mehrere tote Vögel, unter anderem ein Rotmilan, wurde im Juli 2025 bei Simbach gefunden. Ermittlungen haben ergeben, dass sie durch das Gift Carbofuran umgekommen sind. (Archivfoto)

Von Redaktion Landau

Wegen der bisherigen Ermittlungen, insbesondere den Ergebnissen aus der Untersuchung der in Simbach (Kreis Dingolfing-Landau) aufgefundenen Greifvögel durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, und weiteren Untersuchungen des Bayerischen Landeskriminalamtes besteht der Verdacht, dass die Tiere - vier Rotmilane, drei Schwarzmilane, fünf Mäusebussarde, eine Krähe sowie vier Kolkraben - mit dem Gift Carbofuran versehene Köder aufgenommen haben und letztendlich daran starben.

Beamte der Landauer Polizei sowie der Zentralen Einsatzdienste Landshut haben Ende Februar bei insgesamt sechs Zeugen in den Landkreisen Dingolfing-Landau und Rottal-Inn Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Deggendorf, die im Vorfeld von der Staatsanwaltschaft Deggendorf beantragt worden waren, vollzogen und dabei mehrere Mobiltelefone sichergestellt; diese werden nun auf mögliche Hinweise zu der illegalen Tötung der Greifvögel ausgewertet.

Besondere Erfahrung im Bereich Wildtierkriminalität

Die Staatsanwaltschaft Deggendorf verfügt über weitreichende praktische Erfahrungen im Umgang mit Wildtierkriminalität. Vor diesem Hintergrund hatte der Generalstaatsanwalt in München bereits im Herbst 2025 die Staatsanwaltschaft Deggendorf mit der Leitung der Ermittlungen in diesem Fall betraut.

Der Tierschutz ist auch dem Polizeipräsidium Niederbayern ein besonderes Anliegen, wie ein Sprecher betont. Aus diesem Grund beteiligen sich niederbayerische Polizeibeamte am Projekt wildLIFEcrime, das vom WWF Deutschland geleitet und von der europäischen Kommission gefördert wird. Als länderübergreifendes EU-Projekt setzt sich wildLIFEcrime aktiv für den Schutz von Wildtieren - wie Greifvögel, Luchse oder Wölfe - in Deutschland und Österreich ein. Durch eine enge Zusammenarbeit von insgesamt 13 Projektpartnern verschiedener Organisationen, soll Wildtierkriminalität nachhaltig reduziert werden.

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