Pflegereform

Sozialverband empfiehlt: Pflegegrad schnell beantragen

Wer nach aktuellen Regeln Anspruch auf einen Pflegegrad hat, sollte den schnell beantragen. (Symbolbild)

Wer nach aktuellen Regeln Anspruch auf einen Pflegegrad hat, sollte den schnell beantragen. (Symbolbild)

Von dpa

Anträge auf Anerkennung eines Pflegegrads sollten möglichst schnell gestellt werden. Das empfiehlt der Sozialverband VdK und erklärt: Im neuen Jahr könnte es schwieriger werden, einen Pflegegrad anerkannt zu bekommen. Das gehe aus dem Entwurf der Bundesregierung zum Pflegeneuordnungsgesetz hervor, so der Verband. Den Entwurf hatte noch die damalige Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vorgelegt, inzwischen führt Carsten Linnemann (CDU) das Ressort.

Kriterien für das Feststellen einer Pflegebedürftigkeit sollen gemäß dem Entwurf für Neueinstufungen enger gefasst werden. Die Reform soll die Pflegeversicherungen finanziell entlasten. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte nach der VdK-Empfehlung noch in diesem Jahr einen Pflegegrad beantragen. Vor allem die Voraussetzungen für Pflegegrade eins bis drei könnten verschärft werden, erklärte der Verband. Insgesamt gibt es fünf unterschiedliche Pflegegrade, je nach Schwere der Pflegebedürftigkeit.

„Noch ist das neue Gesetz nicht verabschiedet, und es gilt das alte Recht. Das müssen Pflegebedürftige und deren Angehörige nutzen“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele.

Es gehe allerdings nur um Erstanträge, hieß es. Wer bereits einen Pflegegrad habe, solle einen Antrag auf Höherstufung nur nach reiflicher Überlegung stellen, teilte der Verband mit. Denn: Es bestehe ansonsten die Gefahr einer Rückstufung des Pflegegrads.

Viele Menschen würden zögern, einen Pflegegrad zu beantragen - aus Scham, Angst vor komplizierten Anträgen oder dem Glauben, ihnen stünde keine Hilfe zu. „Dabei ist ein Pflegeantrag kein Makel, sondern wichtige Voraussetzung, weiter in den eigenen vier Wänden leben zu können“, so Bentele. „Wer noch in diesem Jahr einen Pflegegrad bekommt, behält ihn nach aktuellem Stand auch, wenn die Zugangsregeln verschärft werden.“

Mit dem Pflegeneuordnungsgesetz sollen die Finanzen der Pflegeversicherung laut Gesundheitsministerium stabilisiert werden. Dahinter steckt ein Sparpaket. Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen ist stark gestiegen und liegt mittlerweile bei über 6 Millionen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.