YouTube-Serie

Staffel 6: Die Tragödie mit „7 vs. Wild“ geht in die nächste Runde

„7 vs. Wild“ war mal eine der gehyptesten Serien auf YouTube. Nach der gefloppten Staffel fünf sollte alles besser werden. Doch es gibt den nächsten Shitstorm.

Er soll(te) „7 vs. Wild“ wieder ein Gesicht geben: Johannes Mickenbecker.

Er soll(te) „7 vs. Wild“ wieder ein Gesicht geben: Johannes Mickenbecker.

Es hätte so schön werden können. Ende Februar ging bei „7 vs. Wild“ ein Video online, in dem das neue Gesicht des Formats vorgestellt wurde: Johannes Mickenbecker von den „Real Life Guys“. Die Gruppe baut immer wieder verrückte Projekte wie eine dreistöckige Sauna, einen unterirdischen Bunker oder ein E-Bike mit Solarzellen. Und: Johannes hat auch Erfahrung in der Wildnis. In einem Selbstversuch hat er ausprobiert, 100 Tage autark in einem Camp in der Natur zu leben. Wird mit ihm also alles wie früher bei „7 vs. Wild“? Kurze Antwort: wohl leider nicht.

Camping statt Survival: Mit Staffel vier gibt es immer mehr Kritik

Hier die lange Antwort, beginnend mit einem Rückblick: Mit „7 vs. Wild“ löste Fritz Meinecke 2021 eine Revolution aus. Bei dem Format müssen sieben Kandidaten für ein oder zwei Wochen alleine in der Wildnis überleben. In den Staffeln eins und zwei waren die Teilnehmer auf sich allein gestellt, in der dritten Ausgabe gab es Zweier-Teams. 2024 folgte das fiktive Szenario eines Flugzeugabsturzes, die Teilnehmer mussten sich gemeinsam durchschlagen. Das führte zu Konflikten unter den Überlebenden. Und dafür gab es Kritik. Die wurde bei Staffel fünf, mittlerweile hatte Fritz Meinecke das Format verkauft, aber ignoriert. Wieder ging es als Gruppe in die Wildnis, dieses Mal in den Amazonas. Auch hier war es eher betreutes Camping, bei dem erfahrene Abenteurer Anfänger durch die 14 Tage brachten. Die Folgen: noch mehr Kritik und immer weniger Aufrufzahlen.

Dann im Februar das besagte Video mit dem Titel „Wir haben eure Kritik gehört – das ändert sich in Staffel 6“. Hoffnung keimte auf, denn es sollte wieder zurück zu den Anfängen gehen: Die Teilnehmer sollten wieder alleine in der Wildnis sein, es sollten weniger Promis ohne Outdoor-Erfahrung eingeladen werden und dafür sollten die Zuschauer wieder mehr eingebunden werden. Und mit Johannes Mickenbecker sollte „7 vs. Wild“ nach dem Wegfall von Fritz Meinecke wieder ein prominentes Gesicht bekommen. Sollte, sollte, sollte – viele Konjunktive für eigentlich gute Nachrichten.

Die Macher geloben Besserung und versagen schon kurz danach

Denn mittlerweile wird klar: Entweder die Macher von „7 vs. Wild“ meinen es nicht ernst mit ihrer Reue – oder stellen sich unfassbar dämlich an. In Staffel sechs soll es wieder eine Wildcard geben, also einen Teilnehmer aus dem Kreis der Zuschauer. Doch bei der Abstimmung für die Vorauswahl fehlen drei Bewerber. Zunächst ohne Begründung. Einer davon hat jedoch selbst eine große Reichweite: Willi „Urlag“ Hesse. Als immer mehr nach ihm fragen, folgt ein Statement-Video, in dem Johannes sich zur Kritik äußert und unter anderem Anschuldigungen gegen Willi Hesse als Grund nennt. Reichlich spät.

Dazu wird klar: Johannes war an der Entscheidung für den Ausschluss nicht beteiligt. Er entschuldigt sich also für etwas, für das er gar nichts kann. Bitter, peinlich und unnötig. Der „Real Life Guy“ deutet sogar an, dass es das womöglich schon gewesen ist mit seinem Engagement bei „7 vs. Wild“. Das wäre nur nachvollziehbar, für das Format aber der nächste Tiefpunkt.

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