Gaming-Tipp

Der neue „Tomodachi Life“-Teil bietet viele kreative Möglichkeiten

Nintendo veröffentlicht endlich einen neuen Teil der „Tomodachi Life“-Reihe. Die abgedrehte Simulation lädt zum kreativen Chaos ein.

Die Miis sind immer für ein bisschen Schabernack zu haben.

Die Miis sind immer für ein bisschen Schabernack zu haben.

Darum geht’s: Es ist eines der seltsamsten Spiele, das Nintendo je veröffentlicht hat. In „Tomodachi Life“, damals noch für den Nintendo 3DS, konnten Spieler Miis gestalten, um sich dann, wie bei einem Tamagotchi, um sie zu kümmern. Die Interaktionen zwischen den Miis waren aber so absurd, dass viele auf einen Nachfolger warteten. Mit „Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden“ ist der endlich da.

Miis sind übrigens lustige Avatare, die sich individuell gestalten lassen. Egal, ob man seine Familie oder Freunde nachbaut, alle vier Beatles oder den Deutschen Bundestag: Die Figuren zu basteln, macht immens viel Spaß. Danach muss man die Miis regelmäßig füttern und sich um sie kümmern. So werden sie langsam wie der Mensch in der Realität – auch, indem man ihnen Sätze gibt, die sie gerne verwenden, oder Eigenschaften, die zum Beispiel bestimmen, wie sich ein Mii verhält.

Das ist auch ein großer Teil des Spiels: Die Miis können sich anfreunden, verlieben, zusammenziehen und sogar Haustiere adoptieren. Als Spieler gestaltet man gleichzeitig die Insel, auf der die Miis leben. Hier ist „Wo Träume wahr werden“ im Vergleich zum ersten Game deutlich flexibler: Die Gestaltungsmöglichkeiten sind nur von der eigenen Kreativität eingeschränkt.

Das Besondere: Es gibt keine Online-Optionen, um seine Inseln und Miis mit anderen zu teilen. Das ist auf den ersten Blick schade. Aber gleichzeitig hat Nintendo keinen Filter eingebaut, was Miis sagen können. Wenn man also will, dass sie fluchen wie ein Seemann, lässt sich das einrichten. Eine ungewöhnliche Entscheidung, die jedoch für lustige Situationen sorgt, die im ersten Teil nicht möglich waren.

Fazit: „Tomodachi Life: Wenn Träume wahr werden“ macht viel Spaß. Allerdings fühlt es sich an manchen Ecken noch ein wenig unfertig an. Wichtige Features aus dem Vorgänger fehlen, zum Beispiel die Konzerthalle, wo Miis zusammen singen konnten. Auch viele Funktionen, wenn die Figuren eine Familie gründen, sind einfach verschwunden. Das ist schade.

Gleichzeitig bietet die Fortsetzung mehr Möglichkeiten, sich kreativ zu entfalten. Auch die Miis wirken intelligenter und unabhängiger. Dadurch funktioniert „Wenn Träume wahr werden“ auf zwei Weisen: Anfangs kann man das Game kaum weglegen, während die Insel weiter wächst und Miis in neue Situationen geraten.

Aber auch als kurzes Spiel zwischendurch lohnt es sich, da oft nach 30 Minuten die meisten Probleme der Inselbewohner erledigt sind. Danach gibt es trotzdem noch viel zu tun: Egal, ob der Spieler einen neuen Straßenplan entwickeln will oder eine neue Freundschaft zwischen zwei Miis anpeilt.

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