Musik-Tipp

Das neue Album „petal rock blues“ von Willow Smith ist kurzweiliges Chaos

Höhen und Tiefen mit der Tochter von Schauspieler Will Smith: Die Musikerin liefert viele kreative Ideen ab, aber denkt diese nicht zu Ende.

„petal rock black“ von Willow, erschienen bei Three Six Zero, verfügbar auf allen bekannten Streaming-Plattformen.

„petal rock black“ von Willow, erschienen bei Three Six Zero, verfügbar auf allen bekannten Streaming-Plattformen.

Die Tochter von Schauspieler Will Smith, Willow Smith, macht Musik. Das ist erst mal keine große Überraschung. Die Kontakte der Familie haben sicher geholfen. Dass sie es aber ernst mit der Musik meint, zeigt allein der Fakt, dass sie bereits mit 25 Jahren sieben Alben veröffentlicht hat. Und das neue namens „petal rock black“ ist wirklich spannend: Gefüllt mit vielen kurzen, experimentellen Ideen ist der Spaß schon nach 26 Minuten vorbei.

Schrille Gitarren, Funk-Einflüsse und ungewöhnliche Gesangsmelodien füllen die Lieder, die aufgrund ihrer Kürze leider kaum anwachsen dürfen. Doch das Ende von „play“ mit explosivem Saxofon von Kamasi Washington oder das deutlich längere Highlight „ear to the cocoon“ beweisen, dass dies wohl eine absichtliche Entscheidung war – und kein Versuch, sich den sinkenden Aufmerksamkeitsspannen vieler Musikhörer anzupassen.

Trotz der kurzen Laufzeit finden sich ein paar peinliche Fehlschritte in der Tracklist wie der verhunzte Remix von Princes „I Would Die 4 U“, der jegliche Energie aus dem Original und dem Momentum des Albums saugt. Reinhören lohnt sich trotzdem.

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