Bei Olympia
Für Leonie Bachl-Staudinger wird ein Kindheitstraum wahr

Matthias Hauer/imago
Diesen Freitag nehmen die Skicrosserinnen mit der gebürtigen Straubingerin Leonie Bachl-Staudinger Fahrt auf.

Jubelnd posiert Leonie Bachl-Staudinger in Livigno vor den olympischen Ringen. „Ein Kindheitstraum“, schreibt sie auf Instagram unter das Foto. An diesem Freitag ab 10 Uhr schlägt die große Stunde der Skicrosserin aus Straßkirchen (Kreis Straubing-Bogen).
„Es war bisher eine aufregende Saison für mich. Ich durfte meinen ersten Weltcup-Einsatz feiern, verbunden mit meinem ersten Heat auf höchstem internationalem Niveau. Alles zusammen waren es in den letzten Monaten sehr viele neue Erfahrungen und Eindrücke, die ich sehr gerne gemacht habe. Und jetzt, sozusagen als Krönung der Saison, darf ich erstmals an Olympischen Spielen teilnehmen“, sagt Leonie Bachl-Staudinger vor ihrer Premiere. „Ich freue mich sehr darauf, denn es wird sicherlich sehr, sehr spannend, das alles mitzuerleben.“
2030 soll’s eine Medaille sein
Erst zur Saison 2023/24 war die heute 21-jährige angehende Polizistin vom TV Schierling (Kreis Regensburg) vom alpinen Skisport zu den Skicrossern gewechselt. Eine Rückenverletzung zwang sie zur Umorientierung. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2025 holte sie prompt im Einzel sowie in der Team-Wertung Silber.
Bachl-Staudinger, die sich in ihrer Freizeit gern Buch, Katze und Garten widmet, geht es bei ihrer Olympia-Premiere vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln. 2030 wolle sie einen Podestplatz anvisieren, wie sie unserer Redaktion bereits vor knapp einem Jahr ankündigte. Vielleicht ist dann auch ihr älterer Bruder Jonas - ebenfalls Skicrosser - dabei. Der 24-Jährige verpasste die Olympia-Qualifikation diesmal noch knapp.
Topfavoritin kommt aus Schweden
Favoritin ist derzeit die schwedische Olympiasiegerin Sandra Näslund (29). Auch Bachl-Staudingers Teamkameradin Daniela Maier (29, SC Urach) hat gute Aussichten auf einen Podiumsplatz. Mit Luisa Klapprott (23, WSV Samerberg) und Veronika Redder (21, WSV Glonn) stehen zwei weitere junge Skicrosserinnen im deutschen Team.
Ab 10 Uhr geht es darum, sich für die Vierer-Heats zu qualifizieren, in denen über die Achtel-, Viertel- und Halbfinals sowie den Endlauf die Medaillengewinnerinnen ermittelt werden. Und wer weiß: Vielleicht gibt es doch schon früher als gedacht ein weiteres Jubelfoto von Leonie Bachl-Staudinger unter den olympischen Ringen.












