Trockenheit und Hitze
Wälder unter Druck - das sind die aktuellen Gefahren
Trockenheit und Hitze setzen den Wäldern in Bayern massiv zu. Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) lenkt den Blick speziell auf den Borkenkäfer. Die zweite Borkenkäfer-Generation stehe in den Startlöchern, teilte sie mit. Waldbesitzerinnen und -besitzer sollten ihre Bestände deshalb jetzt besonders aufmerksam kontrollieren. „Die anhaltende Hitze und Trockenheit setzen viele Fichten unter Stress und machen sie anfällig für den Borkenkäfer. Jetzt entscheidet sich, ob wir neue Schäden frühzeitig verhindern können.“
Besonders gefährdet sei derzeit das südliche Schwaben, das Hügelland entlang der Donau sowie das westliche Unterfranken. In den anderen Regionen Bayerns dürfte der Ausflug der zweiten Generation des Borkenkäfernachwuchses spätestens in der zweiten Augusthälfte einsetzen. „Wer jetzt regelmäßig nach Bohrmehl sucht und befallene Bäume konsequent entfernt, kann größere Schäden verhindern. Die kommenden Wochen sind entscheidend für den Schutz unserer Wälder“, erläuterte Kaniber.
Befallene Bäume müssen entfernt werden, bevor die neue Käfergeneration ausfliegt, wie das Ministerium informierte. Das Holz muss dann zügig aus dem Wald transportiert werden oder mindestens mit 500 Metern Abstand vom nächsten Fichtenbestand gelagert werden.
Durch Borkenkäferbefall werden Bahnen für Wasser und Nährstoffe im Baum zerstört - damit stirbt der komplette Baum ab.
Akut droht den Wäldern in Bayern auch noch eine Gefahr durch Brände. So haben die Regierung der Oberpfalz und die Regierungen von Niederbayern, Mittelfranken, Unterfranken und Oberfranken für das Wochenende Flüge angeordnet, um die Wälder aus der Luft zu beobachten. Bei den Flügen wollen die Beobachter auch speziell auf Auffälligkeiten in Sachen Borkenkäferbefall achten.
Hauptursache für die hohe Waldbrandgefahr seien die fehlenden Niederschläge und die weiterhin hohen Temperaturen, teilte die Regierung von Mittelfranken mit. „In der Gesamtschau ergibt sich daraus aktuell eine hohe Waldbrandgefahr in der Region. Bereits kleinste Zündquellen können ausreichen, um Brände zu verursachen. Entsprechend ist besondere Vorsicht geboten - sowohl im Wald selbst als auch in dessen unmittelbarer Umgebung“, hieß es.
Die Regierung von Oberfranken appellierte an alle Menschen, im Wald keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen. Zudem sollte wegen des Brandrisikos durch heiße Fahrzeugkatalysatoren keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund geparkt werden.









