Trockenheit und Hitze

Kartoffeln und Mais im Stress

In Bayern wird viel Mais angebaut. (Symbolbild)

In Bayern wird viel Mais angebaut. (Symbolbild)

Von dpa

Mais, Kartoffeln, Grünland - die Landwirtschaft in Bayern ächzt unter den hohen Temperaturen und der Trockenheit. Kartoffeln etwa geraten zunehmend unter Stress, wie der Bayerische Bauernverband (BBV) erläuterte. Es drohen geringere Knollengrößen sowie Ertrags- und Qualitätseinbußen, teilte eine Sprecherin mit.

Genauso wie Kartoffeln wird auch Mais in Bayern meist im Herbst geerntet. Hier sehen die Experten landesweit „Trockenstresssymptome“ wie gerollte Blätter. Vor allem nördlich der Donau werde der Mais häufig nur halb so groß wie sonst üblich. Viele Landwirte würden ihren Maisbestand aktuell mit der Note mangelhaft bis ungenügend bewerten: „Eine traurige Bilanz für unsere wichtigste Futterpflanze.“

Die Getreideernte in Bayern ist weitgehend gelaufen. (Symbolbild)

Die Getreideernte in Bayern ist weitgehend gelaufen. (Symbolbild)

Kühe werden vor allem in den Wintermonaten meistens mit Silage aus Mais oder Gras sowie Heu gefüttert. Auch das Grünland leidet enorm unter Wassermangel und Hitze. Wenn kein Gras nachwächst, kann nicht gemäht werden. Landwirte berichteten von enormen Einbußen, erläuterte die Sprecherin. „Entscheidend sind nun zeitnahe, ergiebige Niederschläge - für alle Kulturen und das Grünland gleichermaßen.“

Das Problem: Im Winter dürfte auf vielen Höfen das Viehfutter knapp werden, wenn Maisbestand und Grünland zu wenig liefern.

In Unterfranken, einer generell sehr trockenen Region, in der auch immer wieder Höchsttemperaturen gemessen werden, berichtete der BBV von insgesamt unterdurchschnittlichen Ernteerträgen. Die Getreideernte habe rund drei Wochen früher als üblich begonnen, hieß es. Die Qualität vieler Kulturen sei trotz schwieriger Bedingungen insgesamt gut. Deutliche Ertragseinbußen gab es demnach aber vor allem beim Winterweizen, bei Winterraps und beim Sommergetreide. Beim Silomais würden regional erhebliche Ertragsverluste erwartet, weil neben der geringen Pflanzenmasse auch die Kolben weniger Körner enthalten und nicht gefüllt werden.

Vor wenigen Tagen hatten bereits die süddeutschen Zuckerrübenanbauer gewarnt: Ihre Ernte dürfte heuer so niedrig wie seit mehr als drei Jahrzehnten nicht ausfallen.

Während Getreidefelder schon meist abgeerntet sind, ist der Hochsommer für die Zuckerrübe noch eine wichtige Phase, da Masse und Zucker zuwachsen. Allerdings: Wegen der anhaltenden Trockenheit hätten die Pflanzen vielerorts ihr Wachstum eingestellt, hieß es weiter. Selbst auf Standorten mit normalerweise guter Wasserversorgung zeigten die Bestände deutliche Stresssymptome wegen Trockenheit. Zugleich breiten sich Krankheiten leichter aus.

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) wies auf die Folgen der Trockenheit für die Landwirtschaft vor allem im Süden Deutschlands hin. Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln, die einen hohen Wasserbedarf haben, litten regional stark unter der Trockenheit. „Es drohen markante Schäden.“ Teils sei bereits ein Grünlandschnitt ausgefallen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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