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Chef der Freien Wähler

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist tot

Hubert Aiwanger ist tot. (Archivbild)

Hubert Aiwanger ist tot. (Archivbild)

Von Ralf Müller, und dpa

Hubert Aiwanger ist tot. Das bestätigten die Berliner Staatsanwaltschaft und Florian Streibl, Freie-Wähler-Fraktionschef im bayerischen Landtag, am späten Mittwochabend unserer Mediengruppe. Informationen zur Todesursache gab es bis zunächst nicht.

Aiwanger war bayerischer Wirtschaftsminister, stellvertretender Ministerpräsident und Vorsitzender der Freien Wähler. Der 55-Jährige wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) tot in einem Berliner Hotelzimmer gefunden.

Am Nachmittag hätte er bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Freien Wähler, deren Bundes- und Landesvorsitzender er ist, eine Rede halten sollen. Er habe sich aber aus gesundheitlichen Gründen abgemeldet und vertreten lassen, hieß es. Später sei er dann nicht mehr erreichbar gewesen und sei schließlich leblos in seinem Zimmer entdeckt worden.

Aiwanger wurde 55 Jahre alt. Der Niederbayer hatte zwei Kinder und lebte mit der Freie-Wähler-Landrätin Tanja Schweiger zusammen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nannte den plötzlichen Tod Aiwangers in einem ersten Statement eine „absolute Tragödie“. 

Gesicht der Freien Wähler und profilierter Landespolitiker

Mit Aiwanger verlieren die Freien Wähler ihren markantesten und sicher auch streitbarsten Kopf. 2008 war Aiwanger mit den Freien Wählern erstmals in den bayerischen Landtag eingezogen und wurde deren Fraktionschef. Zehn Jahre später, 2018, schmiedeten CSU und Freie Wähler eine Koalition. Aiwanger wurde Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident.

Erst bei den bayerischen Kommunalwahlen im Frühjahr hatten die Freien Wähler unter Aiwangers Führung noch große Siege gefeiert und der CSU viele Landrats-Posten abgejagt. Im Gegensatz zu seinen politischen Erfolgen in Bayern blieb Aiwanger aber ein großes politisches Ziel verwehrt: der Einzug seiner Partei in den Bundestag.

Wir berichten weiter, sobald neue Informationen vorliegen.

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