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Warnstreiks erreichen erstmals neues BMW-Werk in Irlbach-Straßkirchen

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Am Mittwoch gehen die Warnstreiks der IG Metall in Bayern weiter. (Symbolbild)

Am Mittwoch gehen die Warnstreiks der IG Metall in Bayern weiter. (Symbolbild)

Redaktion
Von Redaktion Wirtschaft

Die Warnstreiks in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie gehen weiter. Am Mittwoch erwartet die IG Metall Landshut rund 200 Auszubildende und dual Studierende, die sich am Jugendwarnstreik in Regensburg beteiligen. Am Abend ruft die IG Metall zudem die Spätschicht im neuen BMW-Batteriemontagewerk Irlbach-Straßkirchen (Kreis Straubing-Bogen) zum Warnstreik auf.

Wie die Gewerkschaft mitteilt, werden sich sieben Bussen auf den Weg nach Regensburg machen. Beteiligt sind unter anderem Auszubildende der BMW-Werke Dingolfing und Landshut sowie der Unternehmen Mann+Hummel, Spie SAG, Jungheinrich und Driescher. Nach einem Demozug werde es eine Kundgebung vor dem BMW-Bildungszentrum in Regensburg geben.

Im Mittelpunkt der Jugendaktion steht die Forderung nach 110 Euro mehr Ausbildungsvergütung je Ausbildungsjahr. Unter dem Motto „Notfall für die Ausbildung – weil Ausbildung zum Leben reichen muss“ machen die jungen Beschäftigten deutlich, dass steigende Lebenshaltungskosten gerade für Auszubildende eine erhebliche Belastung darstellen.

Caroline Schwanke, JAV-Vorsitzende bei BMW Dingolfing und Mitglied der Verhandlungskommission für die Jugend, erklärt: „Wir wollen nicht nur zuschauen, wie über unsere Zukunft verhandelt wird. Wir mischen uns ein und machen deutlich: 110 Euro mehr sind für uns kein Luxus. Azubis brauchen eine Ausbildungsvergütung, mit der sie selbstständig leben und ihre Zukunft planen können. Deshalb gehen wir gemeinsam auf die Straße.“

IG Metall erwartet hohe Beteiligung der BMW-Mitarbeiter

Am Abend soll der zweite Warnstreik-Höhepunkt des Tages folgen: Die IG Metall ruft die Beschäftigten der Spätschicht im BMW-Werk Irlbach-Straßkirchen dazu auf, ihre Arbeit bereits um 20.30 Uhr statt zum regulären Schichtende um 23 Uhr niederzulegen. Es ist das erste Mal in dieser Tarifrunde, dass sich auch dieses neue BMW-Werk in der Region am Warnstreik beteiligt.

„Dass sich jetzt auch die Kolleginnen und Kollegen im neuen Batteriemontagewerk in Irlbach-Straßkirchen einschalten, ist ein starkes Signal“, sagt Benjamin Freund, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Landshut. Die Gewerkschaft erwartet eine sehr hohe Beteiligung. 

Außerdem hat die Gewerkschaft in Niederbayern und der Oberpfalz zu Warnstreiks unter anderem bei folgenden Unternehmen aufgerufen: BMW Wackersdorf, Reinhausen in Regensburg, Siemens in Cham, Grammer in Kümmersbruck, Evi Audio in Straubing und Rolls-Royce Solutions in Ruhstorf. 

Die IG Metall fordert in der laufenden Tarifrunde für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie fünf Prozent mehr Entgelt sowie 110 Euro mehr Ausbildungsvergütung je Ausbildungsjahr. Weitere Themen sind die Sicherung von Arbeitsplätzen, eine soziale Komponente für die unteren Entgeltgruppen und eine mögliche tarifliche Gewinnbeteiligung.

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