DFB-Youngster
Nathaniel Browns Ziehvater fiebert in Toronto mit

Hans-Jürgen Schmidt/imago
Duell der Jungstars im Fokus: DFB-Linksverteidiger Nathaniel Brown (rechts) trifft auf den Ivorer Yan Diomande, gegen den er bereits in der abgelaufenen Bundesliga-Saison mit Eintracht Frankfurt spielte. Diomande kickt für RB Leipzig.

Nathaniel Brown ist stark in seine erste WM gestartet. An diesem Samstag bestreitet der gebürtige Amberger gegen die Elfenbeinküste sein siebtes Länderspiel - und steht besonders im Fokus. Denn sein direkter Gegenspieler ist der 19-jährige Shootingstar Yan Diomande von RB Leipzig, für den dieser Tage ein 100-Millionen-Euro-Angebot des FC Liverpool abgelehnt worden sein soll.
Diomande, der hauptsächlich über den rechten Flügel kommt, ist so etwas wie ein Angstgegner für Brown. Zweimal traf der Linksverteidiger aus Kümmersbruck (Kreis Amberg-Sulzbach) auf den Ivorer - zweimal setzte es eine Niederlage: 0:6 in Leipzig und zuletzt ein 1:3 im April, Diomande erzielte insgesamt vier Tore.
Ob der Oberpfälzer, der am Dienstag 23 wurde, Diomande diesen Samstag stoppen kann? Sein Ziehvater Christian Lichtenauer fiebert jedenfalls mit und betonte im Gespräch mit dem Radiosender Antenne Bayern: „Ich bin mega stolz. Es ist für mich immer noch ein Stück weit surreal, weil das Ganze in den letzten Monaten ja regelrecht explodiert ist.“
Lichtenauer kennt Brown, dessen leiblicher Vater ein früherer US-Soldat in Grafenwöhr war, seit dessen zweitem Lebensjahr. „Er ist bei seiner Mama aufgewachsen, ich war damals ihr Partner. Für mich ist er mein Sohn“, sagte er. Zu Browns leiblichem Vater bestehe kaum Kontakt.
Der Kontakt zwischen Brown und seinem Ziehvater hingegen ist eng, wenngleich Brown inzwischen in Frankfurt lebt. Am Mittwoch flog Lichtenauer nach Kanada, um beim zweiten Gruppenspiel im Stadion in Toronto mitzufiebern.











