Wetterumschwung
Bis zu 38 Grad am Wochenende - dann kommt der Regen


Am Samstag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Süden Bayerns bis zu 36 Grad, im Norden können es sogar bis zu 38 Grad werden. Am Sonntag oder Montag kommt dann wohl der von vielen erstehnte Regen.
In der Nacht zu Sonntag ziehen dem DWD zufolge zunehmend Wolken auf, in Unterfranken ist mit ersten Gewittern zu rechnen. Die Luft kühlt ab auf 20 bis 15 Grad. Im Laufe des Tages können dann erneut Temperaturen von bis 32 Grad erreicht werden, ehe es in der Nacht zu Montag voraussichtlich schauerartigen, teils gewittrigen Regen und Temperaturen zwischen 17 und 13 Grad gibt. Nass bleibt es auch am Montag zunächst noch, ehe der Regen abzieht, sich die Sonne zeigt und die Temperaturen auf fast 30 Grad steigen.
Die Donau erreichte laut Angaben des Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) zuletzt etwa über weite Strecken die bislang niedrigsten bekannten Pegelwerte. Sollten die Niederschlage tatsächlich fallen, könnten die Wasserstände im Laufe der Woche zwar um mehrerere Dezimeter ansteigen - eine substanzielle Entspannung sei aber auch dann noch nicht in Sicht, so die BfG.
Was macht die Wärme mit den Menschen?
Hitze bedeutet für den menschlichen Körper Schwerstarbeit. Denn der Organismus ist bemüht, seine Temperatur konstant um die 37 Grad zu halten, denn dann arbeiten die meisten Zellen, Proteine und das Immunsystem optimal. Bei extremen Schwankungen sind solche Prozesse gestört. Steigt die menschliche Körpertemperatur über 42 Grad oder sinkt sie unter 32 Grad, kann das tödlich sein. Eine Faustregel heißt: Gefährlich wird es, wenn der Körper unter bestimmten Bedingungen mehr Wärme aufnimmt, als er wieder abgeben kann. Denn dann gerät die Körpertemperatur außer Kontrolle und steigt rasch an.
Was tun bei starker Hitze?
"Die Hitzebelastung ist eine ernstzunehmende Gefahr für die menschliche Gesundheit", sagt Meteorologe Schappert. Aber wie kann diese Belastung reduziert werden? "Meiden Sie die Hitze so gut es möglich ist, halten Sie Ihren Körper sowie Ihre Wohnung kühl und achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr."
Tipps bei Hitze
- Viel trinken - und zwar deutlich mehr als sonst, da sind sich Experten einig. „Bei hohen Umgebungstemperaturen kann der Körper selbst in Ruhe pro Stunde etwa 500 bis 700 Milliliter Flüssigkeit über Schweiß verlieren - oft unbemerkt. Daher sollten etwa alle 20 bis 30 Minuten circa 200 Milliliter getrunken werden“, erklärt Hanns-Christian Gunga von der Berliner Charité. Als Check helfe es, sich zu wiegen. „Ein Gewichtsverlust von zwei bis drei Kilogramm an einem heißen Tag spricht für deutlichen Flüssigkeitsmangel.“
- Die Wohnung möglichst kühl halten, etwa durch Verdunklung durch Rollläden oder Markisen außen. „Nächtliches Lüften kühlt die Wohnung und bringt Frischluft“, rät Geriatrie-Forscher Kilian Rapp vom Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart. „Wenn möglich, sollten kühlere Räumlichkeiten zumindest vorübergehend aufgesucht werden, um dem Organismus etwas Erholung zukommen zu lassen.“
Wie steht es um die Waldbrandgefahr?
Aufgrund der starken Wärmebelastung warnt der DWD weiterhin vor einer hohen Waldbrandgefahr. Waldbesucher sollten in solchen Trockenphasen besonders vorsichtig sein, kein Feuer machen, nicht rauchen oder grillen. Mit der Trockenheit ist die Waldbrandgefahr vielerorts hoch. Autos und Motorräder sollten deshalb nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden.
Wie wirkt sich die Hitze auf die Flüsse aus?
Bei der vergangenen Hitzewelle Ende Juni erreichten Main und Donau Temperaturwerte von teilweise über 30 Grad. Wenn das Flusswasser zu heiß ist, kann dies negative Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen haben. Am Mittwochmorgen lag die Donau an der Messstation Regensburg Pfaffenstein bei 24,6 Grad.















