Radsport
Jury revidiert Entscheidung: Chaos um Philipsen bei Tour

Thibault Camus/AP/dpa
Der belgische Sprinter Jasper Philipsen belegte Platz drei auf der elften Tour-Etappe. (Archivbild)
Wirbel um den belgischen Top-Sprinter Jasper Philipsen: Der 28-Jährige war nach seinem dritten Platz auf der elften Etappe der Tour de France zunächst zurückgestuft worden. Kurze Zeit später revidierte die Jury dann ihre Entscheidung - und gab einem Einspruch seines Teams statt. Philipsen, der bislang eine schwache Tour fährt, kehrte somit wieder auf Rang drei der Tageswertung zurück.
Er sei sehr enttäuscht gewesen über die Zurücksetzung, sagte Philipsen. „Weil ich nicht wusste, was genau passiert sein soll während des Sprints. Klar war es ein hektischer Sprint - wie immer bei der Tour de France“, sagte er. Einmal habe er einen Kontakt gespürt mit einem anderen Fahrer. „Ich habe nichts aus Absicht getan oder falsch gemacht.“ Er sei sehr glücklich über die revidierte Entscheidung.
Der zehnmalige Tour-Etappensieger wurde auf der fünften und siebten Etappe jeweils Fünfter. Danach wurde er noch einmal Vierter. Er habe sehr mit dem ersten Teil der Tour zu kämpfen gehabt. Nun würden seine Beine besser, sagte er.
„Ich bin froh, dass wir das gemeinsam besprechen konnten und dass die Degradierung und die Gelbe Karte zurückgenommen wurden“, wurde Philipsens Teammanager Christoph Roodhooft vom belgischen Portal „Sporza“ zitiert. Roodhooft ging demnach zum Jurywagen, um eine Erklärung für die Disqualifikation zu erhalten.
Søren Wærenskjold aus Norwegen hatte in Nevers seinen ersten Etappensieg nach den 161,3 Kilometern zwischen Vichy und Nevers in der Mitte Frankreichs gefeiert. Der Niederländer Olav Kooij erreichte den zweiten Rang. Pascal Ackermann kam als bester Deutscher auf Rang zehn.








