Kritik an Infantinos Plänen

Englands Liga-Boss: FIFA drückte „Selbstzerstörungsknopf“

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Premier-League-Chef Richard Masters hat scharfe Kritik an der FIFA geübt. (Archivbild)

Premier-League-Chef Richard Masters hat scharfe Kritik an der FIFA geübt. (Archivbild)

Von dpa

Premier-League-Boss Richard Masters hat scharfe Kritik an FIFA-Präsident Gianni Infantino geübt und für ein Ende der Regentschaft des Schweizers plädiert. Mit dem gescheiterten Plan, Anteile an künftigen Weltmeisterschaften an Investoren zu veräußern, habe der Fußball-Weltverband „den Selbstzerstörungsknopf gedrückt“, sagte Masters in einem Interview der BBC.

Die daraus resultierenden Folgen müssten „bei der Suche nach Lösungen berücksichtigt werden“, sagte Masters weiter. Seiner Ansicht nach sollte die FIFA generell niemals in Erwägung ziehen, „Anteile an der Weltmeisterschaft zu verkaufen. Sie ist eine gemeinnützige Organisation. Sie sollte diesen Wettbewerb eigentlich treuhänderisch für die Zukunft des Fußballs verwalten.“

Masters wünscht sich „Kandidat der Einheit“

Er begrüße daher die Entscheidung des englischen Fußballverbands (FA), Infantino bei den im März 2027 anstehenden FIFA-Wahlen nicht zu unterstützen. Die FA habe gegenüber dem 56-Jährigen, der sich vor allem aus Europa, Asien sowie Mittel- und Nordamerika heftiger Kritik ausgesetzt sieht, „die richtige Haltung eingenommen“.

Zugleich äußerte Masters die Hoffnung, dass sich ein „Kandidat der Einheit“ finden möge, um gemeinsam positive Veränderungen beim Weltverband voranzutreiben. Bislang gibt es noch keinen Gegenkandidaten für Infantino, der das Amt seit 2016 innehat und erneut kandidieren will. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 18. November.

Einem möglichen Bewerber gab Masters eine klare Aufgabe mit. „Ich denke, ein solcher Kandidat der Einheit sollte die Reform der FIFA - und womöglich sogar eine Reform der Rolle des Präsidenten sowie deren Zusammenspiel mit den übrigen Strukturen - auf seiner Agenda haben“, sagte der Geschäftsführer der Premier League.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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