Eishockey

Straubing Tigers verpflichten Torhüter mit NHL-Erfahrung

Die Straubing Tigers verstärken ihr Torhütergespann mit Jakub Škarek. Der 26-jährige Tscheche kommt aus der Organisation der San Jose Sharks und bringt NHL- sowie AHL-Erfahrung nach Niederbayern.

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Jakub Škarek wechselt aus Nordamerika zu den Straubing Tigers. Der Torhüter stand zuletzt bei den San Jose Barracuda unter Vertrag und feierte 2025 sein NHL-Debüt für die New York Islanders.

Jakub Škarek wechselt aus Nordamerika zu den Straubing Tigers. Der Torhüter stand zuletzt bei den San Jose Barracuda unter Vertrag und feierte 2025 sein NHL-Debüt für die New York Islanders.

Wahl-O-Mat
Von Redaktion Sport

Die Suche nach einem neuen Goalie und damit dem Ersatz für den in die KHL abgewanderten Norweger Henrik Haukeland ist abgeschlossen: Die Straubing Tigers meldeten am Donnerstagmittag Vollzug bei einer der wichtigsten Personalien für den Kader der kommenden DEL-Saison: Der neue Mann zwischen den Pfosten heißt Jakub Skarek, ist 26 Jahre jung, Tscheche und stand zuletzt bei der Organisation von NHL-Club San José Sharks unter Vertrag.

Viel Erfahrung in der besten Liga der Welt hat der großgewachsene Linksfänger allerdings nicht. Für die Sharks kam er nie zum Einsatz, in der abgelaufenen Spielzeit hütete er 20-mal das Tor der San Jose Barracuda (AHL), verbuchte dabei ein Shutout und zwölf Siege. 2024/25, damals noch in der Organisation der New York Islanders, hütete er für diese immerhin in eineinhalb NHL-Partien das Tor - wenn auch bei einem Gegentorschnitt von knapp unter vier Toren pro Partie weniger erfolgreich. Ansonsten verbrachte der Drittrunden-Draftpick der Islanders von 2018 den Großteil seiner Karriere seit 2019 – dem Jahr, in dem er erstmals den Sprung nach Nordamerika wagte – in der American Hockey League (AHL), mit kurzen Abstechern in die drittklassige ECHL und nach Finnland. So stehen bisher 182 AHL-Partien in Skareks Vita. „Trotz seiner erst 26 Jahre bringt er bereits viel Erfahrung aus der AHL mit und hat auch in der NHL gezeigt, dass er auf höchstem Niveau bestehen kann“, ist Straubings Sportlicher Leiter Jason Dunham von seinem neuen Schlussmann überzeugt. In allen sieben Jahren in Nordamerika lag Skareks Fangquote allerdings stets unter der 90-Prozent-Marke, was in der AHL, in der es in Sachen Defensivstrukturen der Teams salopp ausgedrückt auch etwas wilder zugeht als in der NHL, aber nicht unbedingt von fehlender Qualität zeugen muss.

Diese dürfte beim neuen Tigers-Schlussmann nämlich durchaus vorhanden sein. Skarek stammt aus Jihlava, einer Stadt am gleichnamigen Fluss im Süden Tschechiens gelegen, an der Grenze von Böhmen und Mähren. Im dortigen Verein, dem HC Dukla Jihlava, durchlief er sämtliche Nachwuchsmannschaften und schaffte mit nur 16 Jahren früh den Sprung ins Profi-Team. Und nicht nur das: Er überzeugte auf Anhieb mit starken Leistungen, guten Statistiken und bekam viel Einsatzzeit. Auch dank Skarek gelang dem damaligen Zweitligisten Jihlava 2017 der Aufstieg in die Extraliga. Und auch wenn es ein Jahr später wieder runter ging, Skareks solide Leistungen (Fangquote von 91,3 Prozent) brachten ihn in den Fokus der NHL-Scouts – und die New York Islanders wählten ihn schließlich im Draft 2018 schon an Position 72 – für einen Goalie eine sehr frühe Wahl – insgesamt nur drei Torhüter wurden im Jahr 2018 vor Skarek gedraftet.

Große Fußstapfen

Dennoch, die Fußstapfen, in die Skarek treten soll, nämlich die von Henrik Haukeland nach einer starken Saison in Straubing, sind erst mal sehr groß. Vom Profil her wirkt er seinem Vorgänger allerdings schon sehr ähnlich: Mit seinen 1,91 Metern Körpergröße ist er sogar noch ein paar Zentimeter größer als der Norweger, gilt gleichzeitig ebenso als Goalie, der Ruhe ausstrahlt, gute Technik und gutes Positionsspiel mitbringt und eben jene Körpergröße zu seinem Vorteil zu nutzen weiß. „Jakub ist ein großer, athletischer Torhüter mit ausgeprägter Wettkampfmentalität“, beschreibt Dunham den Tschechen, und fügt hinzu: „Er passt sehr gut in das Profil, das wir für diese Position gesucht haben, und wird unserem Torhüterteam zusätzliche Qualität und Stabilität geben.“

Ob er letztlich auch in die DEL passt, wird sich logischerweise erst zeigen, wenn die Tigers in die neue Spielzeit starten. Potenzial hat der neue Torhüter allemal, wie das Vertrauen, dass er von seinen Coaches in Tschechien, Finnland, der AHL und NHL bekommen hat, zeigt. Und mit 26 Jahren ist seine Entwicklung auch noch nicht zu Ende. Zusammen mit Florian Bugl den ungeplanten Abschied von Haukeland vergessen zu machen, wird jedoch sicher keine leichte Aufgabe sein.

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